Reaktion der Stadtverwaltung Istanbul nach dem Erdbeben

Die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) hat nach dem Erdbeben vor der Küste von Silivri alle ihre Einheiten mobilisiert und umfassende Maßnahmen zur Sicherheit der Bürger ergriffen.

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Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2, das sich am 23. April 2025 vor der Küste von Silivri ereignete, aktivierte die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) über ihr Katastrophenkoordinationszentrum (AKOM) das Krisenmanagement. Die İBB arbeitete in enger Abstimmung mit den zuständigen staatlichen Institutionen und übernahm eine aktive Rolle vor Ort, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und deren Bedürfnisse zu decken.

Nach Angaben der İBB wurden Unterbringungsmöglichkeiten mit einer Kapazität für 260.000 Personen geschaffen und 1.500 Mitarbeiter waren rund um die Uhr im Einsatz. Zudem wurden 429 Toiletten und mobile Sanitäranlagen an den Bedarfsorten aufgestellt. Die Parkflächen von İSPARK wurden als vorübergehende Unterkunfts- und Sammelplätze freigegeben.

SCHNELLE REAKTION NACH DEM ERDBEBEN

Unmittelbar nach dem Beben wurde unter der Koordination des stellvertretenden Bürgermeisters der İBB, Nuri Aslan, und des Generalsekretärs Prof. Dr. Volkan Demir ein Krisenstab im AKOM eingerichtet. Während alle Führungskräfte und technischen Teams der İBB in die Einsatzgebiete entsandt wurden, wurden Bewohner des Darülaceze-Heims sowie Studierende aus Wohnheimen evakuiert. Die U-Bahn-Linien wurden überprüft und wieder in Betrieb genommen, zudem wurden Kontrollen der Infrastrukturdienste durchgeführt.

Der Generalsekretär der İBB, Volkan Demir, erklärte, dass neben 628 Fahrzeugen und tausend Mitarbeitern vor Ort auch 2.000 Unterstützungskräfte im Einsatz seien. Prof. Dr. Tarık Şengül, der im Namen des Wissenschaftlichen Beirats der İBB sprach, warnte die Bürger davor, in Panik zu geraten und beschädigte Gebäude zu betreten.

SCHADENSFESTSTELLUNG UND SICHERHEITSMASSNAHMEN

Bei den Untersuchungen, die gemeinsam mit AFAD, der Feuerwehr, der Stadtpolizei und den Bezirksverwaltungen durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass keine Todesopfer zu beklagen sind, jedoch 173 Personen verletzt wurden. Während 15 Personen weiterhin in Krankenhäusern behandelt werden, wurde mitgeteilt, dass keine Lebensgefahr bestehe. Insgesamt wurden 35 Gebäude evakuiert, während an einigen Gebäuden Schadensfeststellungen durchgeführt wurden.

ZUSTAND DER INFRASTRUKTUR UND SCHIENENSYSTEME

Bei den U-Bahn-, Straßenbahn-, Metrobus- und Seilbahnlinien kam es zu keinen Störungen. Das Frühwarnsystem von İGDAŞ wurde aktiviert, jedoch wurden keine Gasabschaltungen vorgenommen, da keine kritischen Grenzwerte überschritten wurden. In einigen Gebäuden lösten die unabhängigen Erdbebenventile der Inneninstallationen automatisch aus und unterbrachen den Gasfluss.

Die Stadtverwaltung Istanbul kündigte an, dass sie auch weiterhin mit all ihren Einheiten vor Ort sein werde, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und deren Bedürfnisse zu erfüllen.