Reaktion der Türkei auf Wohnungsbau durch Israel
Der Sprecher des Außenministeriums, Öncü Keçeli, reagierte auf die Genehmigung Israels zum Bau von 3.500 neuen illegalen Wohneinheiten im Westjordanland.
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Keçeli äußerte sich kritisch zur Genehmigung des israelischen Plans für den Wohnungsbau im Westjordanland. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X erklärte Öncü Keçeli: "Der Plan, den die israelischen Behörden heute für den Bau von 3.500 Wohneinheiten im Westjordanland genehmigt haben, bedeutet eine weitere Ausweitung der Besatzung auf palästinensischem Gebiet. Diese Handlung muss unverzüglich gestoppt werden."
Keçeli betonte, dass die Verbrechen Israels mit der präzisesten Terminologie benannt werden müssten, um weitere Verstöße gegen das Völkerrecht zu verhindern. Er wies darauf hin, dass die Bezeichnung der Besatzungsaktivitäten im Westjordanland als "illegale Siedlungen" durch die internationale Gemeinschaft nicht ausreiche.
Keçeli fügte hinzu: "Es handelt sich um eine gewaltsame Enteignung von Land, das rechtmäßig dem palästinensischen Volk gehört, durch Israel."
ISRAELS ILLEGALE SIEDLUNGSAKTIVITÄTEN
Die rechtsextreme israelische Ministerin für Siedlungen und nationale Missionen, Orit Strock, hatte heute bestätigt, dass sie den Bau von 3.500 neuen illegalen Wohneinheiten genehmigt hätten.
Die israelische Ministerin hatte erklärt: "Weil wir dieses Land besitzen, werden wir unsere Heimat aufbauen. Unser Land wird trotz aller Zerstörungen aufgebaut werden. Wir werden unsere Heimat mit der Kraft unseres Willens aufbauen."
Israel hatte sich bei Treffen am 26. Februar 2023 in der jordanischen Stadt Akaba sowie am 19. März 2023 im ägyptischen Scharm asch-Schaich unter Teilnahme von Palästina, Jordanien, den USA und Ägypten dazu bereit erklärt, Siedlungsaktivitäten für einen gewissen Zeitraum auszusetzen.
Trotz der von Israel gegebenen Versprechen erreichten die Siedlungsaktivitäten im Jahr 2023 den höchsten Stand der letzten 10 Jahre.
Die Herrschaft Israels über Ostjerusalem, das es 1967 besetzte, sowie die dort errichteten jüdischen Siedlungen werden nach internationalem Recht als illegal betrachtet.