Reaktion der YRP auf die Leutnants-Affäre: Warnung an die Regierung

Der stellvertretende Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Suat Kılıç, äußerte sich zu den aus der Armee entlassenen Leutnants: 'Sowohl die Regierung als auch die Opposition sollten davon absehen, die türkischen Streitkräfte (TSK) in den Mittelpunkt politischer Debatten zu rücken. Der Erfolg unserer Armee hängt davon ab, dass sie sich von politischen Auseinandersetzungen fernhält.'

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Der stellvertretende Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Suat Kılıç, äußerte sich nach einer Sitzung des Zentralvorstands (MYK) zu aktuellen Themen. Kılıç sprach eine Vielzahl von Punkten an, von Vorwürfen gegen das Gesundheitssystem über die Probleme arbeitsloser Lehrer bis hin zur Instrumentalisierung der TSK in politischen Debatten.

Mit Blick auf Vorfälle im Gesundheitssektor bezeichnete Suat Kılıç ein kriminelles Netzwerk, das er als „Neugeborenen-Mordbande“ betitelte, als eine große Bedrohung, der sich die Türkei gegenübersehe.

Kılıç erklärte dazu:

„Mitglieder von Banden, die unsere Kinder in den Sumpf der Kriminalität ziehen, haben kein Recht, sich frei zu bewegen. Diese Organisation, die als Neugeborenen-Mordbande bezeichnet wird und durch Vorsatz und Fahrlässigkeit den Tod Dutzender unserer Babys verursacht hat, ist nicht nur eine kriminelle Bande; es ist eine Mordorganisation, die Menschlichkeit, Moral und Gewissen verloren hat. Ohne die strafrechtliche Verfolgung der mit dieser Organisation verbundenen Führungskräfte im Gesundheitssystem kann keine Gerechtigkeit hergestellt werden. Diese Bande hat das Vertrauen in das Gesundheitssystem zerstört. Der Staat und die Justiz müssen mit all ihren Organen dafür sorgen, dass jedes einzelne Mitglied dieser kriminellen Vereinigung vor Gericht gestellt wird.“

'DIE KRISE DER ARBEITSLOSEN LEHRER MUSS GELÖST WERDEN'

Kılıç ging auch auf das Problem der Lehrer in der Türkei ein, die keine Anstellung finden, und betonte, dass man nicht mit den Träumen junger Menschen spielen dürfe. Kılıç sagte:

„Die Kapazitäten der pädagogischen Fakultäten müssen dem Bedarf angepasst werden. Junge Menschen, die sich auf die vom Staat ausgeschriebenen Plätze verlassen und ihre Ausbildung absolvieren, sollten nicht mit einer Anstellungskrise konfrontiert werden. Das Einhalten des vor den Wahlen 2023 gegebenen Versprechens, ‚die Auswahlgespräche abzuschaffen‘, ist wichtig, um den jungen Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen.“

'TSK MUSS VON POLITISCHEN DEBATTEN FERNGEHALTEN WERDEN'

Kılıç äußerte sich auch zur Leutnants-Affäre, die vom Verteidigungsministerium thematisiert wurde, und kritisierte, dass die türkischen Streitkräfte in politische Diskussionen hineingezogen würden.

„Die Schwächung des Verteidigungsministeriums ist nicht nur die Schwächung einer Institution; es ist ein Zustand, der der Moral und Motivation der türkischen Armee schadet. Sowohl die Regierung als auch die Opposition sollten davon absehen, die TSK in den Mittelpunkt politischer Debatten zu rücken. Der Erfolg unserer Armee hängt davon ab, dass sie sich von politischen Auseinandersetzungen fernhält.“

Kılıç kritisierte die Ausgrenzung junger Leutnants in den türkischen Streitkräften und sagte:

„In der Türkei sollten Mustafa Kemal Atatürk und die Werte der Republik gemeinsame Werte aller politischen Parteien sein. Eine Polarisierung und Spaltung über diese Werte hinweg schadet der Zukunft des Landes. In der Vergangenheit wurden dafür hohe Preise gezahlt. Wir warnen davor, heute denselben Fehler zu begehen.“