Reaktion eines bekannten Ökonomen auf 1-Milliarde-Euro-Zuschuss der EU an die Türkei: 'Kann es offen schreiben'
Die Präsidentin der Europäischen Kommission (EU), Ursula von der Leyen, betonte die Bedeutung der Beziehungen zwischen der Türkei und der EU und kündigte einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 1 Milliarde Euro für die Türkei für das Jahr 2024 an. In einem Beitrag auf ihrem offiziellen Social-Media-Kanal erklärte von der Leyen, dass dieser Betrag bereitgestellt werde, um die Bemühungen der Türkei bei der Unterbringung syrischer Flüchtlinge zu unterstützen.
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In von der Leyens Beitrag wurde betont, dass die Türkei ein wichtiger Partner für die EU sei und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten von Jahr zu Jahr gestärkt würden.
In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass die EU der Zusammenarbeit mit der Türkei im Bereich der Migration große Bedeutung beimisst.
Die betreffende Unterstützung ist eine Fortsetzung der finanziellen Hilfen, die die EU im Rahmen des 2016 mit der Türkei unterzeichneten „Flüchtlingsabkommens“ gewährt.
Im Rahmen dieses Abkommens hatte sich die EU verpflichtet, finanzielle Unterstützung für die Deckung der Unterbringungs-, Bildungs-, Gesundheits- und sonstigen Bedürfnisse syrischer Flüchtlinge in der Türkei bereitzustellen.
Andererseits hat das Thema in der türkischen Öffentlichkeit zu Diskussionen geführt.
Der Ökonom Dr. Murat Kubilay erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Kanal, dass die Vermögenswerte und die Zukunft der Türkei im Einklang mit den Interessen der Regierung genutzt würden, und wies darauf hin, dass diese finanziellen Unterstützungen die demografische Struktur und die wirtschaftliche Zukunft der Türkei negativ beeinflussen könnten.
Dr. Kubilay kritisierte, dass die EU-Kommissionspräsidentin bei der Ankündigung der Finanzhilfe offen die Formulierung „Wir schicken eine weitere Milliarde Dollar“ verwendete, und reagierte auf die Normalisierung dieser Haltung auf internationaler Ebene mit folgenden Worten:
„Dass die Regierung die Vermögenswerte unseres Landes für ihre eigenen Interessen vermarktet oder unsere Zukunft in jeder Hinsicht, einschließlich der Demografie, als Geisel hält, ist so normalisiert worden, dass die EU-Kommissionspräsidentin in ihrem Tweet über den Besuch offen schreiben kann, dass wir eine weitere Milliarde Dollar schicken.“
Dass die Regierung die Vermögenswerte unseres Landes für ihre eigenen Interessen vermarktet oder unsere Zukunft in jeder Hinsicht, einschließlich der Demografie, als Geisel hält, ist so normalisiert worden, dass die EU-Kommissionspräsidentin in ihrem Tweet über den Besuch offen schreiben kann, dass wir eine weitere Milliarde Dollar schicken. https://t.co/Hjq3o2EThA
— Dr. M. Murat Kubilay (@mmkubilay) 17. Dezember 2024