Reaktion von MHP-Politiker Feti Yıldız auf Abdulkadir Selvi bezüglich 'Osman Kavala': 'Propaganda für einen Verurteilten...'

Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız hat den Hürriyet-Kolumnisten Abdulkadir Selvi scharf kritisiert, nachdem dieser berichtet hatte, dass das Justizministerium den Antrag der Anwälte von Osman Kavala prüfe.

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Der Berichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) für die Türkei, Stefan Schennach, hatte bei seinen Kontakten in der Türkei erneut davor gewarnt, dass die Türkei die Urteile des EGMR einhalten müsse, insbesondere im Fall des inhaftierten ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş und des im Rahmen des Gezi-Prozesses inhaftierten Osman Kavala.

Der regierungsnahe Kolumnist Abdulkadir Selvi berichtete in seinem Artikel über die Details dieses Treffens und gab bekannt, dass das Justizministerium auf Antrag der Anwälte von Kavala eine Prüfung zur 'Aufhebung zugunsten des Gesetzes' eingeleitet habe.

REAKTION VON MHP-POLITIKER YILDIZ AUF SELVI

Nach dieser von Selvi veröffentlichten Nachricht beschuldigte der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız Selvi der 'Propaganda für einen Verurteilten' und schrieb auf seinem Social-Media-Account Folgendes:

“Sehr geehrter Herr Selvi, die Befugnis, einen Antrag auf Aufhebung zugunsten des Gesetzes gegen rechtskräftige Urteile und Entscheidungen zu stellen, die kein Berufungs- oder Revisionsverfahren durchlaufen haben, liegt beim Justizministerium. Was ist die Aufhebung zugunsten des Gesetzes, eines der außerordentlichen Rechtsmittel? Welche Entscheidungen von Strafgerichten können durch eine Aufhebung zugunsten des Gesetzes angefochten werden? Welche Entscheidungen können nicht durch eine Aufhebung zugunsten des Gesetzes angefochten werden? In welchen Fällen wird die Vollstreckung ausgesetzt? Wenn Sie sich von einem kompetenten Strafverteidiger helfen lassen, bevor Sie einen einfachen Antrag auf Einreichung eines Schriftsatzes der Öffentlichkeit gegenüber übertrieben darstellen, handeln Sie respektvoll gegenüber dem Recht der Bürger auf korrekte Information. Andernfalls betreiben Sie lediglich Propaganda für einen Verurteilten.”