Regelung für Straßentiere im Parlament: AKP-Fraktionschef Güler erläutert Details des Gesetzentwurfs
Der von der AKP eingebrachte Gesetzentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes, der die Euthanasie (Tötung) von Straßentieren vorsieht, wurde dem Präsidium der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegt.
12punto
Der auf Anweisung des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vorbereitete Gesetzentwurf, der Regelungen für herrenlose Straßentiere enthält, wurde in die TBMM eingebracht.
Der AKP-Fraktionsvorsitzende Abdullah Güler, der die Einreichung des Entwurfs im Parlament bekannt gab, erklärte: "Wir haben einen Entwurf mit 17 Artikeln vorbereitet; es handelt sich um eine Situation, die die öffentliche Gesundheit betrifft."
EUTHANASIE WIRD ANGEWENDET
Güler erläuterte die Details des Gesetzentwurfs. Dem Entwurf zufolge soll bei aggressiven Hunden, die ein Tollwutrisiko darstellen, Euthanasie angewendet werden.
AUCH GELD- UND HAFTSTRAFEN VORGESEHEN
Wer einen adoptierten Hund auf der Straße aussetzt, muss mit einer Geldstrafe von 60.000 Lira pro Tier rechnen.
Verwaltungsbeamte, die ihre Pflichten nicht erfüllen, sollen mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zwei Jahren belegt werden.
Zusammenfassung der Erklärungen von Güler:
"Nach dem derzeitigen Gesetz Nr. 5199 werden Straßentiere von ihrem Standort entfernt, in Tierheime gebracht und kastriert. Es ist jedoch offensichtlich, dass dies nicht ausreicht.
Mit dem neuen Gesetzentwurf ermöglichen wir die Beendigung des Lebens von Hunden, die ein Tollwutrisiko darstellen, aggressiv geworden sind oder bei denen keine Möglichkeit der Rehabilitation mehr besteht, durch Euthanasie.
Für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Verwaltungsbeamte in Kommunalverwaltungen, die trotz der klaren Anordnung des Gesetzes keine ausreichenden Maßnahmen ergreifen, sehen wir eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zwei Jahren vor."