Rektor-Protest bei der ODTÜ-Abschlussfeier: Studierende drehen der Bühne den Rücken zu, auch Athena erntet Kritik
Bei der Abschlussfeier zum 70-jährigen Bestehen der ODTÜ im Devrim-Stadion protestierten die Studierenden, indem sie Rektör Ahmet Yozgatlıgil den Rücken zudrehten.
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Die Abschlussfeier zum 70-jährigen Bestehen der Technischen Universität des Nahen Ostens (ODTÜ) sorgte mit Protesten im Devrim-Stadion für Aufsehen. Die Studierenden äußerten während der Zeremonie ihren Unmut gegenüber Ahmet Yozgatlıgil, der 2024 per Präsidialdekret zum Rektor der ODTÜ ernannt worden war.
Während der Rede des Rektors war zu sehen, wie die Studierenden ihre Stühle anhoben und der Bühne den Rücken zudrehten. Von den Tribünen waren Pfiffe und Buhrufe zu hören; der Protest soll während der gesamten Rede angehalten haben.
''KRITIK AN ATHENA''
Auch die Band Athena, die im Rahmen des Abschlussprogramms auftrat, sah sich mit dem Protest der Studierenden konfrontiert. Die Kritik soll aufgekommen sein, nachdem der Frontmann der Band, Gökhan Özoğuz, vor der Zeremonie ein Foto mit Rektör Ahmet Yozgatlıgil gemacht hatte.
Als Athena die Bühne betrat, buhten einige Studierende Özoğuz aus. Es hieß, Özoğuz habe zunächst den Grund für die Reaktionen nicht verstanden und seinen Bruder Hakan Özoğuz nach der Situation gefragt; Hakan Özoğuz habe daraufhin geantwortet: „Ich erkläre es dir später hinter der Bühne“.
Seitens der Studierenden gab es keine gemeinsame Erklärung zum Grund des Protests. Es wurde jedoch vermutet, dass auch frühere Äußerungen von Özoğuz über den inhaftierten ODTÜ-Absolventen und Komiker Deniz Göktaş zu der Reaktion beigetragen haben könnten.
Özoğuz erklärte auf der Bühne, dass er seine Haltung gegenüber Göktaş neu bewertet habe. Er gab an, den Witz beim ersten Hören falsch verstanden zu haben, habe aber beim Ansehen des restlichen Programms erkannt, dass es sich um Satire handelte.
Gökhan Özoğuz äußerte in seiner Stellungnahme auf der Bühne: „Niemand sollte wegen seiner Witze inhaftiert werden.“
ODTÜ-Studierende hatten bereits bei früheren Abschlussfeiern ihren Protest gegen Rektorernennungen und die Universitätsleitung durch Aktionen wie das Zudrehen des Rückens sowie durch Transparente bei den Festumzügen zum Ausdruck gebracht.