Rektorat der Yıldız-Technik-Universität leitet Disziplinarverfahren gegen Studierende ein: Grund ist Boykottaufruf

Nach der Festnahme und Inhaftierung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurden gegen Studierende der Yıldız-Technik-Universität (YTÜ) Disziplinarverfahren eingeleitet, weil sie an den Protesten teilgenommen hatten, die am 19. März in Saraçhane begannen und sich auf die gesamte Türkei ausweiteten.

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Nach der Festnahme von İmamoğlu wurden gegen Studierende, die zu einem akademischen Boykott aufgerufen hatten, Ermittlungen eingeleitet.

Wie Halktv berichtet, wurde in einer vom Rektorat an mindestens 10 Studierende versandten E-Mail behauptet, dass die während des Marsches skandierten Parolen eine „Beleidigung von Staatsvertretern“ und einen „Versuch zur Störung der öffentlichen Ordnung“ darstellten.

Zu den Betroffenen des Disziplinarverfahrens gehört auch Ezgi Tatlı, die in Saraçhane ans Rednerpult trat und zu einem „Generalstreik und allgemeinem Widerstand“ aufrief.

In der Mitteilung des Rektorats wurden auch die an der Universität verbreiteten Boykottaufrufe als strafbar eingestuft. Als Beweismittel wurden neben den an Tafeln und Wänden in den Fakultäten angebrachten Aufschriften „In diesem Kurs findet ein Boykott statt“ auch die Tatsache angeführt, dass Studierende dem Unterricht fernblieben, um Zeit in Parks, Gärten und Cafeterien zu verbringen, sowie die Anfertigung von Transparenten für die Protestaktion.