Rentner in Izmir protestieren gegen Inflationsraten
In Izmir versammelte Rentner äußerten ihren Unmut über die bekannt gegebenen Inflationsdaten sowie die Rentenerhöhungen und machten auf ihre wirtschaftliche Notlage aufmerksam. Die Teilnehmer forderten faire Lohnerhöhungen für ein menschenwürdiges Leben.
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Mitglieder der Plattform der Rentnergewerkschaften von Izmir (Tüm Emeklilerin Sendikası) und zahlreiche weitere Rentner versammelten sich vor dem YKM im Bezirk Konak in Izmir, um mit ihrer elften Sitzblockade auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufmerksam zu machen, mit denen sie konfrontiert sind. Während der gesamten Aktion wurden wiederholt Slogans wie „Rentner fordern ihre Rechte ein“ und „Das Budget gehört den Rentnern, nicht dem Krieg“ skandiert.
In der verlesenen Presseerklärung bekräftigten die Rentner ihre Forderungen mit folgenden Worten: „Wir Rentner sind Bürger, die jahrelang in allen Teilen der Türkei gearbeitet und zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beigetragen haben. Obwohl wir den Großteil unseres Lebens mit Arbeit verbracht haben, sind wir gezwungen, selbst im Ruhestand erneut zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Durch die Rentenerhöhungen der AKP-Regierung, die auf nicht realitätsnahen Inflationsraten basieren, ist die Armut unvermeidlich geworden.“
Im weiteren Verlauf der Erklärung hieß es: „Während unsere Lebensbedingungen durch die ständigen Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln, Strom, Erdgas und Kraftstoffen sowie durch hohe Steuern immer schwieriger werden, lebt fast die gesamte Rentnerschaft unter der Armutsgrenze, die Mehrheit sogar mit einem Einkommen, das unter der Hungerlinie liegt. Rentner werden als Belastung für den Haushalt betrachtet. Während Rentner in Europa mit ihren Renten um die Welt reisen, versuchen wir in der Türkei, mit Kreditkartenschulden zu überleben, und viele von uns stehen unter der Drohung von Zwangsvollstreckungen.“ Zudem wurde betont, dass verschiedene Abzüge von den Renten die wirtschaftliche Not weiter verschärfen.
Abschließend lehnten die Rentner die Rentenpolitik der Regierung ab und erklärten: „Es reicht! Wir wollen nicht gezwungen sein, nach dem Eintritt in den Ruhestand weiterarbeiten zu müssen. Für ein friedliches und sicheres Leben fordern wir ein Gehalt, von dem wir menschenwürdig leben können. Wir akzeptieren die ‚Almosen‘-Erhöhungen der Regierung nicht und protestieren scharf gegen die Haltung der politischen Führung gegenüber den Rentnern. Wir Rentner wollen keine Almosen, sondern ein existenzsicherndes Gehalt.“