Solidarität der Rentner in Kadıköy: Aufruf zu einem menschenwürdigen Leben

In Kadıköy versammelte Rentner erhoben ihre Stimmen gegen ihre wirtschaftlichen Probleme und richteten einen Appell an die Regierung. Bei der Aktion betonten die Rentner, dass sie unter Armut und Elend leiden, und äußerten nachdrücklich ihren Wunsch nach einem menschenwürdigen Leben.

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Zahlreiche Rentner versammelten sich auf dem Rıhtım-Platz in Kadıköy, um auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufmerksam zu machen.

Hasan Karagöz verlas die im Namen der Rentnergewerkschaft "Tüm Emekliler Sendikası" vorbereitete Presseerklärung. Karagöz betonte die Bedeutung von Demokratie, Säkularismus und dem sozialen Rechtsstaat für den Schutz der Grundrechte und den gesellschaftlichen Wohlstand.

Karagöz erklärte: "Für ein menschenwürdiges Leben ist ein demokratischer, säkularer und sozialer Rechtsstaat unerlässlich", und unterstrich erneut die Notwendigkeit, dass Rentner gemeinsam handeln.

TEILNEHMER RICHTETEN SICH AN DIE REGIERUNG

Karagöz argumentierte, dass der Demokratie im Land ein Schlag versetzt wurde, und kritisierte die Absetzung zahlreicher Bürgermeister, insbesondere in Hakkari und Istanbul. Er äußerte: "Von Hakkari bis Istanbul wurden viele lokale Amtsträger abgesetzt und der Wählerwille des Volkes wurde usurpiert. Die Justiz ist vollständig politisiert. Eine solche Regierungsführung ist nicht nachhaltig. Die Demokratie ist derzeit außer Kraft gesetzt."

"WIR WERDEN UNS DEM ELEND NICHT BEUGEN"

Bezüglich des Einkommensniveaus der Rentner wies Karagöz darauf hin, dass die durchschnittliche Rentenhöhe bei 23.500 Lira liege, während Witwen-, Waisen- und Behindertenrenten im Bereich von 5.000 bis 6.000 Lira begännen. Er sagte: "Mehr als 2 Millionen Rentner sind registriert, ebenso viele arbeiten informell. Wir akzeptieren dieses System des Elends nicht", und erneuerte seinen Aufruf zur Vereinigung der Rentner.

DIE FORDERUNGEN DER RENTNER AUF DER AGENDA

Zu den bei der Aktion geäußerten Forderungen gehörten die Anhebung der niedrigsten Renten auf das Niveau der Beamtengehälter, die Indexierung der Feiertagsboni an den Mindestlohn und die Änderung des bestehenden Rentengesetzes. Karagöz sagte: "Das Gesetz Nr. 5510 muss aufgehoben und ein neues Rentengesetz im Konsens mit den sozialen Partnern ausgearbeitet werden."

BOTSCHAFT DER EINHEIT IM KAMPF

Zum Abschluss der Versammlung luden Karagöz und die Gewerkschaftsvertreter alle Rentner und Arbeitnehmer zum gemeinsamen Kampf ein. Mit den Worten: "Wir müssen uns entweder unter einem einzigen Dach oder um eine Formel herum versammeln, die eine Kraftbündelung ermöglicht. Wir müssen eine friedliche, vereinte und legitime Opposition aufbauen, indem wir gemeinsame Nenner in den Vordergrund stellen. Wir rufen jeden dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, damit es morgen nicht zu spät ist", wurde die Kontinuität des Kampfes betont.