Rindfleisch zieht bei Preiserhöhungen mit Gold gleich
Aktuelle Daten des Ökonomen İnan Mutlu verdeutlichen das erschreckende Ausmaß der Lebensmittelinflation in der Türkei. Während sich die Goldpreise seit September 2021 verfünfzehnfacht haben, sind die Preise für Rindfleisch um das 14-Fache gestiegen und haben sich damit fast in die Kategorie der "Edelmetalle" eingereiht.
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Der Druck auf die Bürger in der Türkei, sowohl bei Investitionsmöglichkeiten als auch bei den Ausgaben für den Lebensunterhalt, nimmt von Tag zu Tag zu. Die vom Ökonomen İnan Mutlu erstellte Grafik zu den "Preisindizes für Gold und Rindfleisch", die auf Daten des türkischen Landwirtschaftskammerverbandes (TZOB) und der Zentralbank basiert, zeigt die Preisentwicklung der letzten 4,5 Jahre auf eindrucksvolle Weise.
KRIEG LÄSST GOLD SINKEN, ABER NICHT DAS FLEISCH
Der Grafik zufolge, die den September 2021 als Basis (Indexwert 100) nimmt, zeigten beide Posten einen parallelen Anstieg, wobei insbesondere die jüngsten Entwicklungen bemerkenswert sind. Während die Goldpreise nach regionalen Spannungen (wie dem Iran-Israel-Konflikt) einen leichten Rückgang verzeichneten, setzt sich der Anstieg der Rindfleischpreise ungebremst fort.
Die Einschätzungen von İnan Mutlu zu diesem Thema lauten wie folgt:
"Die Regierung konzentriert sich auf das Gold unter dem Kopfkissen, aber das eigentliche Bild zeigt sich in der Küche. Obwohl die Goldpreise nach dem Krieg einen Abwärtstrend eingeschlagen haben, haben die Preiserhöhungen bei Rindfleisch begonnen, das Gold einzuholen. Seit September 2021 hat sich Gold verfünfzehnfacht, Rindfleisch um das 14-Fache. Der Zugang zu den grundlegendsten Lebensmitteln wird mittlerweile fast unmöglich."
GRUNDNahrungsmittel WURDEN ZUM "LUXUSGUT"
Laut dem Index, der auf Daten vom März 2026 basiert:
Goldindex: 1497,0
Rindfleischindex: 1391,9
Diese Zahlen belegen, dass Rindfleisch nicht mehr nur ein Lebensmittel ist, sondern zu einem Kostenfaktor geworden ist, der mit Anlageinstrumenten konkurriert. Experten weisen darauf hin, dass man sich eher auf das "Feuer in der Küche" als auf Ersparnisse unter dem Kopfkissen konzentrieren sollte, und betonen, dass die Sackgasse in der Viehwirtschaftspolitik und die steigenden Kosten die Bürger vom Proteinkonsum ausschließen.