RTÜK-Mitglied Taşçı erklärt: 'Es ist kaum möglich, dass die RTÜK an die Gezi-Aufzeichnungen von vor 12 Jahren gelangt'
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat im Rahmen der Gezi-Park-Ermittlungen gegen die Managerin Ayşe Barım auch die Medien ins Visier genommen. Die Staatsanwaltschaft forderte die RTÜK schriftlich dazu auf, die Aufzeichnungen der Medienunternehmen, die während der Gezi-Park-Proteste vor 12 Jahren „propagandaartige Sendungen“ ausgestrahlt haben sollen, an die Ermittlungsakte zu übermitteln. Das RTÜK-Mitglied İlhan Taşçı erklärte über einen Social-Media-Beitrag, dass die Erfüllung dieser Forderung kaum möglich sei.
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Während die Generalstaatsanwaltschaft im Rahmen der Gezi-Park-Ermittlungen gegen Ayşe Barım auch die Medien untersuchte, forderte sie von der RTÜK die Aufzeichnungen der Medienunternehmen an, die während der Gezi-Park-Proteste vor 12 Jahren „propagandaartige Sendungen“ ausgestrahlt haben sollen.
Das Mitglied des Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK), İlhan Taşcı, erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account zu dieser Forderung: „Auch wenn die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul die Videoaufzeichnungen der Fernsehsender im Rahmen der Gezi-Ermittlungen angefordert hat, reicht das RTÜK-Archiv nicht so viele Jahre zurück. Nur Aufzeichnungen von Dossiers, die in Berichten festgehalten oder Gegenstand von Gerichtsverfahren wurden, werden aufbewahrt.“
„RECHTLICH KAUM MÖGLICH“
Taşcı wies darauf hin, dass die RTÜK Aufzeichnungen nur für einen Zeitraum von einem Jahr regelmäßig speichert, und erklärte: „Nach Ablauf eines Jahres löscht das System die Aufzeichnungen schrittweise.“ In der Fortsetzung seiner Erklärung sagte Taşcı: „Darüber hinaus sind private Medienanbieter gemäß Artikel 25 des Gesetzes Nr. 6112 verpflichtet, die Aufzeichnungen jeder ihrer Sendungen für einen Zeitraum von einem Jahr aufzubewahren. Daher ist es auch rechtlich kaum möglich, Aufzeichnungen über einen so großen Zeitraum von den Sendern zu beschaffen.“
WAS WAR PASSIERT?
Gegen die Managerin Ayşe Barım wurde ein Gezi-Ermittlungsverfahren eingeleitet, wobei Barım beschuldigt wurde, eine der Planerinnen der Gezi-Park-Proteste im Jahr 2013 gewesen zu sein. Nach der Festnahme von Ayşe Barım sorgte auch die Vorladung von Schauspielern wie Halit Ergenç, Mehmet Günsür, Rıza Kocaoğlu und Bergüzar Korel, die vor 12 Jahren an den Gezi-Park-Protesten teilgenommen hatten, zur Zeugenaussage für Aufsehen.