Sachverständigenprüfung für AHBAP-Verein angeordnet
Justizminister Akın Gürlek gab bekannt, dass eine Sachverständigenprüfung durchgeführt wird, um die Ausgaben des AHBAP-Vereins zu kontrollieren.
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Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen den AHBAP-Verein geführten Ermittlungen wurde ein Sachverständigengremium eingesetzt, um die Verwendung der Spenden und Hilfsgelder zu untersuchen, die der Verein nach den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş am 6. Februar 2023 gesammelt hatte.
Im Zuge der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen den AHBAP-Verein durchgeführten Ermittlungen werden die Vorwürfe bezüglich der Verwendung der Spenden und Hilfsgelder, die der Verein nach den Erdbeben vom 6. Februar 2023 gesammelt hatte, weiterhin in allen Aspekten geprüft.
In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, ein aus Experten bestehendes Sachverständigengremium zu beauftragen, um festzustellen, ob die gesammelten Spenden und Hilfsgelder gemäß den festgelegten Zwecken und in Übereinstimmung mit den geltenden Rechtsvorschriften verwendet wurden. Das Sachverständigengremium wird alle Finanzunterlagen, Bankkontobewegungen, Geldtransfers zwischen den betreffenden Personen und Unternehmen sowie alle im Rahmen der Ermittlungen erlangten Informationen und Dokumente zur Sammlung, Übertragung und Verwendung der Spenden prüfen und einen detaillierten Bericht erstellen.
In einer Erklärung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zu diesem Thema hieß es: "Die Ermittlungen werden auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit und der Unschuldsvermutung ausschließlich auf Basis konkreter Informationen, Dokumente und Beweise fortgeführt."
ERKLÄRUNG VON MINISTER GÜRLEK
Justizminister Akın Gürlek erklärte im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den AHBAP-Verein, bei denen 14 Personen, darunter Haluk Levent, festgenommen wurden, dass jede Spende nach den Erdbeben vom 6. Februar ein wertvolles anvertrautes Gut sei. Gürlek sagte: "Es wird keinesfalls zugelassen, dass unsere Bürger, die in guter Absicht gespendet haben, enttäuscht werden."
Minister Gürlek äußerte sich in den sozialen Medien wie folgt: "Jede Spende, die unser edles Volk nach den Erdbeben vom 6. Februar, der Katastrophe des Jahrhunderts, mit dem Geist der Aufopferung und Solidarität geleistet hat, ist ein wertvolles anvertrautes Gut, das dazu bestimmt ist, den Bedürftigen zugutekommen. Die Überprüfung, ob dieses anvertraute Gut seinem Zweck entsprechend verwendet wurde, ist sowohl ein Gebot des öffentlichen Gewissens als auch des Vertrauens unserer Bürger in die Justiz und den Staat."
"Der Missbrauch von Hilfsbereitschaft und Solidaritätsgefühl wird nicht geduldet"
Gürlek hielt fest: "Die Entscheidung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft, eine Sachverständigenprüfung durchzuführen, ist ein wichtiger Schritt, um alle finanziellen Prozesse von der Sammlung bis zur Verwendung der Spenden im Lichte konkreter Informationen und Dokumente zu untersuchen und die materielle Wahrheit zweifelsfrei ans Licht zu bringen. Das türkische Volk ist ein edles Volk, das den Unterdrückten, die überall auf der Welt auf Hilfe warten, zu Hilfe eilt und niemals zögert, sein Brot und seine Möglichkeiten zu teilen. Der Missbrauch dieser Hilfsbereitschaft und dieses Solidaritätsgefühls sowie die Enttäuschung unserer Bürger, die in guter Absicht gespendet haben, werden niemals zugelassen."
Gürlek betonte, dass die Vorwürfe akribisch untersucht würden, und erklärte:
"Unsere Nichtregierungsorganisationen, die mit einem Verständnis von Transparenz und Rechenschaftspflicht arbeiten, sind unverzichtbare Bestandteile unserer gesellschaftlichen Solidarität. Dennoch steht keine Person, Institution oder Struktur außerhalb der rechtlichen Kontrolle. Über den Verbleib und den Verwendungszweck jeder Spende, die unser Volk aus Mitleid geleistet hat, muss klar Rechenschaft abgelegt werden können. Unsere Bürger können beruhigt sein. Die türkische Justiz handelt nicht nach Wahrnehmungen oder Social-Media-Kampagnen, sondern ausschließlich auf der Grundlage konkreter Beweise und Gesetze. Vorwürfe, die das Vertrauen und das anvertraute Gut unseres Volkes in Frage stellen, werden bis ins Detail untersucht; keine Handlung, die das Gefühl der Hilfsbereitschaft missbraucht, wird ungestraft bleiben."