Şamil Tayyar erinnert nach Istanbul-Entscheidung an das Referendum von 2017! 'Was passiert, wenn die Entscheidung morgen aufgehoben wird?'

Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar bewertete die Entscheidung zur Annullierung der Wahlen des CHP-Provinzverbands Istanbul und wies auf die politische sowie rechtliche Dimension des Urteils hin. Tayyar betonte, dass das Wahlrecht im Ermessen des Hohen Wahlausschusses (YSK) liege, und fragte: "Wenn das Wahlrecht über ein Friedensgericht definiert wird und die Rechtssicherheit ungeschützt bleibt, könnte jede Wahlentscheidung bedroht sein. Was passiert beispielsweise, wenn die Entscheidung des Wahlausschusses zum Referendum 2017, bei dem nicht versiegelte Stimmzettel vor Öffnung der Urnen für gültig erklärt wurden, morgen von einem Friedensgericht aufgehoben wird?"

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Das Verfahren zur Annullierung des CHP-Provinzkongresses in Istanbul vom 8. Oktober 2023 ist abgeschlossen. Das Gericht ordnete die Absetzung von Özgür Çelik und der amtierenden Verwaltung an und beschloss die vorsorgliche Suspendierung von 196 Delegierten. Zudem wurde der laufende Kongressprozess gestoppt. Zum neuen Vorsitzenden des Provinzverbands Istanbul wurde Gürsel Tekin ernannt, der 2024 seinen Austritt aus der CHP erklärt hatte.

Nach dieser Entscheidung, die die politische Agenda beherrscht, äußerte sich der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar mit einer bemerkenswerten Einschätzung.

Tayyar erinnerte an die Entscheidung während des Referendums 2017, bei dem nicht versiegelte Stimmzettel vor Öffnung der Urnen für gültig erklärt wurden, und wies auf mögliche rechtliche Lücken hin.

Tayyar argumentierte, dass die Entscheidung politisch keinen Nutzen für die Volksallianz (Cumhur İttifakı) habe, und erklärte: "Die CHP sollte ihren Kampf auf legitimer Basis fortsetzen, und die Regierung sollte Schritte unterstützen, die etwaige rechtliche Lücken schließen und die Diskussionen beenden."

In einem Beitrag auf seinem X-Account hielt Tayyar Folgendes fest:

"Es ist offensichtlich, dass die Annullierungsentscheidung in Istanbul das Parteitagsverfahren in Ankara grundlegend beeinflussen wird.

Wenn sich diese Kette so fortsetzt, wird die Ära Özel enden.

Diesen Kommentar hatte ich bereits gestern geteilt.

Ich möchte meine persönliche Meinung zu diesem Prozess äußern.

Das Problem hat sowohl eine rechtliche als auch eine politische Dimension.

Da es in der Rechtsgeschichte keinen Präzedenzfall gibt, sind nicht nur Politiker, sondern auch Juristen gespalten.

Allgemein wird das Wahlrecht jedoch im Ermessen des Hohen Wahlausschusses bewertet.

Dann gibt es noch die Rechtssicherheit. Das heißt, der Schutz erworbener Rechte.

Beispielsweise hebt eine Verjährungsfrist das Verbrechen nicht auf, schützt aber das erworbene Recht.

Wenn das Wahlrecht über ein Friedensgericht definiert wird und die Rechtssicherheit ungeschützt bleibt, könnte jede Wahlentscheidung bedroht sein.

Was passiert beispielsweise, wenn die Entscheidung des Wahlausschusses zum Referendum 2017, bei dem nicht versiegelte Stimmzettel vor Öffnung der Urnen für gültig erklärt wurden, morgen von einem Friedensgericht aufgehoben wird? 

Oder wer kann garantieren, dass bei einer hart umkämpften Kommunal- oder Parlamentswahl Jahre später nicht eine ähnliche Situation eintritt?

Zudem haben die Ereignisse auch politisch keinerlei Nutzen für die Volksallianz.

Mein Vorschlag lautet;

Die CHP sollte ihren Kampf auf legitimer Basis fortsetzen, und die Regierung sollte Schritte unterstützen, die etwaige rechtliche Lücken schließen und die Diskussionen beenden."