Scharfe Antwort der TKP an İlber Ortaylı: „Du osmanischer Schlaukopf!“

Der Historiker İlber Ortaylı hat mit einem in der Zeitung Hürriyet veröffentlichten Artikel für Aufsehen gesorgt. Kemal Okuyan, Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), reagierte auf Ortaylıs Einschätzung der US-Wahlen, in der dieser behauptete, dass „Syrien in der zweiten Trump-Amtszeit schrumpfen wird“. Okuyan fragte: „Wo fängt unser Historiker eigentlich mit der Geschichte an?“

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Der Historiker İlber Ortaylı bewertete in seinem in der Hürriyet veröffentlichten Artikel die vergangenen US-Wahlen und die zweite Amtszeit von Donald Trump. Ortaylı behauptete in seinem Text, dass die Türkei „Nordmesopotamien leichter ordnen könne“ und dass „Syrien in dieser Zeit schrumpfen werde“. 

Auf diese Einschätzungen von Ortaylı reagierte der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), Kemal Okuyan. Okuyan fragte: „Wo fängt unser Historiker eigentlich mit der Geschichte an?“ 

Ortaylı äußerte in dem betreffenden Artikel: „Vielleicht können wir in dieser Trump-Ära unsere eigene Region, also Nordwestmesopotamien, leichter ordnen. Denn in der Geschichte gab es keinen Staat namens ‚Syrien‘; auch der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Staat war nicht erfolgreich. Syrien wird höchstwahrscheinlich schrumpfen. Wer und welche Art von Akteuren aus den verbleibenden Gebieten hervorgehen werden, ist für die Ordnung hier von entscheidender Bedeutung.“

TKP-Generalsekretär Kemal Okuyan äußerte sich auf seinem Social-Media-Account scharf zu Ortaylıs Artikel. Okuyan erklärte: „Der dreiste İlber Ortaylı schreibt: ‚In dieser Trump-Ära können wir unsere eigene Region leichter ordnen. Denn in der Geschichte gab es keinen Staat namens Syrien; auch der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete war nicht erfolgreich. Syrien wird höchstwahrscheinlich schrumpfen.‘ Wo fängt unser Historiker eigentlich mit der Geschichte an?“

Über Ortaylı sagte Okuyan: „Er hat offensichtlich Lunte gerochen und versucht, wie vor jedem neuen Versuch der Aufteilung, neue Kriege und Besatzungen zu legitimieren.“ Er betonte, dass jeder, der in der heutigen Welt mit Landkarten spielen wolle, ein Teil der imperialistischen Aggression sei.

Kemal Okuyan äußerte sich in seiner Erklärung wie folgt: 

„Wenn wir heute auf die Welt blicken, sind viele Länder ‚künstlich‘. Dass Lateinamerika so zersplittert ist, ist zum Beispiel unlogisch. Betrachtet man es aus einem breiteren Blickwinkel, sind alle Grenzen künstlich, ja sogar unnötig. Doch die Menschheit kann diese Sinnlosigkeit erst überwinden, wenn das internationale System namens Imperialismus von Grund auf zerstört und eine egalitäre Weltordnung errichtet wird. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. In der heutigen Welt ist jedoch jeder, der mit Landkarten spielen will, Teil der imperialistischen Aggression. Sag uns doch gefälligst auch, wo die Teile, die du von Syrien abspalten willst, montiert werden sollen! Du osmanischer Schlaukopf!“