Schiffsunglück im Marmarameer: 2 Kapitäne der Alsu festgenommen
Nach der Schiffskollision vor der Küste von Silivri wurden der 1. und der 3. Kapitän des Schiffes namens Alsu, das mit dem Schiff Tuğberk İmamoğlu kollidiert war, festgenommen. Gegen vier weitere Personen wurde eine gerichtliche Kontrolle angeordnet.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Silivri setzt ihre Ermittlungen zu dem Zusammenstoß der unter türkischer Flagge fahrenden Handelsschiffe "Tuğberk İmamoğlu" und "Alsu" fort. Die Kollision ereignete sich etwa 18 Seemeilen südlich von Silivri, als die mit Walzblech und Baustahl beladene "Tuğberk İmamoğlu" auf dem Weg von Kocaeli nach Aliağa war. Infolge des Unfalls sank die "Tuğberk İmamoğlu", und von der 10-köpfigen Besatzung fehlt weiterhin jede Spur.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden 9 der 10 Personen an Bord der Alsu – mit Ausnahme des Kochs – als Verdächtige behandelt und ihre Aussagen direkt auf dem Schiff aufgenommen.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen, der administrativen Untersuchung und aus Sicherheitsgründen wurden die Verdächtigen unter Aufsicht der Gendarmerie auf dem Schiff festgehalten. Es wurde bekannt, dass bei den Tests der Besatzungsmitglieder kein Alkohol festgestellt wurde und für detaillierte Untersuchungen auch Blutproben entnommen wurden.
1. UND 3. KAPITÄN DER ALSU FESTGENOMMEN
Nach einem vorläufigen Bericht eines Sachverständigengremiums, das von der Staatsanwaltschaft zur Feststellung der Schuldanteile eingesetzt wurde, wurden die 6 Verdächtigen, deren Befragungen auf dem Schiff abgeschlossen waren, zum Justizpalast von Silivri gebracht.
Die Aussagen der Verdächtigen wurden von zwei Staatsanwälten aufgenommen. Nach Abschluss der Vernehmungen wurden der 1. und der 3. Kapitän der Alsu unter Berücksichtigung ihrer Schuldanteile dem Haftrichter vorgeführt. Gegen beide Kapitäne wurde Haftbefehl erlassen.
TAUCHER UNTERSUCHEN DIE ALSU
Unterdessen wurde bekannt, dass Taucher die unter Wasser liegenden Teile der Alsu untersuchen werden.
Zudem gaben die Verdächtigen in ihren Aussagen an, dass sich 2 oder 3 Besatzungsmitglieder der Tuğberk İmamoğlu vor dem Sinken des Schiffes noch an Deck befunden hätten. Es gebe zwar keine Beweise für deren Rettung, doch falls diese Personen verstorben seien, bestehe die Möglichkeit, ihre Leichen zu bergen, sobald das Wrack des Schiffes erreicht werden könne.
Andererseits verfolgten der Kommandeur der Küstenwache für die Region Marmara und Meerengen, Konteradmiral Serkan Tezel, und der Generaldirektor für Küstensicherheit, Mustafa Bankaoğlu, die Such- und Rettungsarbeiten vor Ort von Bord des Schiffes TCSG GÜVEN der Küstenwache aus.
ERMITTLUNGEN
In einer Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß es, dass nach der Meldung über die Kollision der beiden unter türkischer Flagge fahrenden Handelsschiffe am 2. September gegen 03.00 Uhr etwa 18 Seemeilen südlich von Silivri, bei der die Tuğberk İmamoğlu sank und die 10-köpfige Besatzung vermisst wurde, umgehend Ermittlungen eingeleitet worden seien.
In der Erklärung, in der mitgeteilt wurde, dass die Such- und Rettungsarbeiten in Koordination mit den zuständigen Institutionen und Organisationen zur Auffindung der vermissten Besatzung fortgesetzt werden, hieß es weiter:
"Es wurden notwendige Anweisungen erteilt, um den Hergang und die Ursachen des Vorfalls zu klären, die Verantwortlichen zu ermitteln und die materielle Wahrheit in allen Aspekten ans Licht zu bringen. Dazu gehören die Beauftragung von Sachverständigen sowie die unverzügliche Sicherstellung und Sammlung aller Navigations-, Radar- und Kommunikationsaufzeichnungen der Schiffe sowie aller Informationen, Dokumente, Bilder und sonstiger Beweismittel. Zur effektiven und umfassenden Durchführung der Ermittlungen wurden ein stellvertretender Generalstaatsanwalt und zwei Staatsanwälte beauftragt; die gerichtlichen Verfahren werden mit größter Sorgfalt fortgeführt."