Schockierende Details im Skandal um versteckte Kameras im Schönheitssalon! Bildarchiv enthält auch Aufnahmen aus Hotels und Wohnungen
In den Ermittlungen zu einem Schönheitssalon in Bakırköy, in dem Kunden heimlich gefilmt und die Aufnahmen angeblich über Telegram verkauft wurden, sind neue Details zu den rund 15.000 untersuchten Bilddateien ans Licht gekommen. Es wird berichtet, dass sich in den Akten neben Aufnahmen aus dem Schönheitssalon auch Aufzeichnungen befinden, die aus Hotels, Bungalows, tageweise vermieteten Wohnungen und Umkleidekabinen stammen sollen.
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In den Ermittlungen zu einem Schönheitssalon im Istanbuler Stadtteil Bakırköy, in dem Kunden heimlich gefilmt und die Aufnahmen angeblich über Telegram verkauft wurden, sind neue Details bekannt geworden.
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy geführten Ermittlungen wurden der Sicherheitsunternehmer Emrah Selim Cansever, die Kosmetikerin Fatma Özçalışkan sowie Abdullah Çatalbaş, der als mutmaßlicher Administrator des Telegram-Kanals gilt, über den die Bilder verkauft wurden, festgenommen.
Wie Batuhan Altınbaş und Yunus Emre Kavak von der Zeitung Sabah berichten, wurden in der Ermittlungsakte rund 15.000 Bilddateien ausgewertet; die Aufnahmen beschränkten sich demnach nicht nur auf die Epilationsräume des Schönheitssalons. Es wird behauptet, dass das Archiv auch intime Aufnahmen enthält, die in Umkleidekabinen bekannter Bekleidungsgeschäfte, Hotelzimmern, Bungalows und tageweise vermieteten Wohnungen entstanden sein sollen.
VERDÄCHTIGE WEISEN VORWÜRFE ZURÜCK
Es wurde mitgeteilt, dass die festgenommenen Verdächtigen in ihren Aussagen die Vorwürfe bestritten und sich gegenseitig die Verantwortung zuschoben. Emrah Selim Cansever behauptete, er habe keine Dienstleistungen für den Betrieb erbracht und erklärte: „Ich habe zwar eine Firma, aber ich habe dort keine Dienstleistungen erbracht. In meiner Firma werden keine Aufträge ohne Rechnung und ohne Angebot abgewickelt.“
Cansever mutmaßte zudem, dass die Bilder durch einen externen Cyberangriff erlangt worden sein könnten.
Fatma Özçalışkan gab an, nichts von den versteckten Kameras gewusst zu haben. Özçalışkan behauptete, dass sie selbst und ihre 17-jährige Tochter ebenfalls in dem Bildarchiv auftauchen, und sagte: „Ich bin dort die Betriebsleiterin. Hätte ich von einer versteckten Kamera gewusst, hätte ich das nicht geduldet. Ich bin seit 25 Jahren in diesem Beruf tätig. Als ich Verdacht schöpfte, habe ich die weißen ‚PIR‘-Bewegungsmelder in den Räumen eigenhändig abmontiert. Ich habe diese Geräte, in denen ich keine versteckten Kameras vermutete, in einer Kiste aufbewahrt und sie freiwillig der Polizei übergeben.“
Zudem wurde berichtet, dass Özçalışkan behauptete, Cansever habe sie verfolgt und sei von ihr besessen gewesen.
Bei der Untersuchung der Telefone der Verdächtigen wurden laut Berichten WhatsApp-Nachrichten und Aufzeichnungen sichergestellt, die darauf hindeuten, dass die als „PIR“-Bewegungsmelder getarnten versteckten Kameras von Cansever im Betrieb installiert wurden.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.