Schrecklicher Vorfall an einer Schule in Amasya: Belästigung von 3 Schülerinnen

Die Vorwürfe, dass drei Schülerinnen, die von Amasya für ein Praktikum nach Antalya geschickt wurden, in einem Hotel belästigt wurden, haben für großes Aufsehen gesorgt. Die Familien äußerten scharfe Kritik an der Schulleitung und den verantwortlichen Lehrern, denen sie vorwerfen, den Vorfall vertuschen zu wollen.

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Die Schülerinnen E.A., A.K. und B.K., die die Abschlussklasse der Borsa İstanbul Berufs- und Technischen Oberschule in Amasya besuchen, wurden für ein Praktikum in ein Hotel in Antalya geschickt. Der Vorfall nahm jedoch eine dramatische Wendung, als bekannt wurde, dass der im Hotel als Küchenchef arbeitende Necmi K. die Schülerinnen den ganzen Sommer über belästigt haben soll. Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, hat die Staatsanwaltschaft von Amasya nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Untersuchung eingeleitet und die Aussagen der Schülerinnen aufgenommen.

'MEINE TOCHTER ERHÄLT PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG'

Ayşe K., die Mutter einer der Betroffenen, A.K., schilderte gegenüber Cumhuriyet das Trauma ihrer Tochter:

"Meine Tochter erzählte mir, dass der Küchenchef im Hotel sie berührt und belästigt habe. Als ich den Vorfall der Schule meldete, sagte man mir: 'Die Kinder haben das falsch verstanden, machen Sie sich keine Sorgen.' Jetzt erhält meine Tochter psychologische Unterstützung."

'DURCH DROHUNGEN UND DRUCK ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT'

A.A., der Vater einer der betroffenen Schülerinnen, E.A., kritisierte das Trauma seiner Tochter sowie das Verhalten der Schulleitung und erklärte:

"Der Lehrer Lütfullah Aksu hat meinem Kind gedroht und gesagt: 'Sag nichts, sonst würge ich dich.' Meine Tochter hatte acht Zusammenbrüche und nimmt Medikamente. Als ich zum Schulleiter İbrahim Şimşek ging, versuchte er den Vorfall herunterzuspielen, indem er sagte: 'Es gibt keinen Grund zur Sorge, das sind doch nur Kinder.'"

A.A. fügte hinzu, dass auch der für das Praktikum verantwortliche Lehrer Ahmet Ünlü eine ähnliche Haltung eingenommen habe und sagte: "Sie haben versucht, die Kinder zu verleumden, indem sie Dinge behaupteten wie 'sie haben Freunde' oder 'sie führen ein unsittliches Leben'."

'BEREITS VOR DREI JAHREN GAB ES BELÄSTIGUNGEN'

Nach den Ereignissen kam ans Licht, dass eine der Schülerinnen bereits vor drei Jahren im schuleigenen Lehrhotel einen ähnlichen Vorfall erlebt hatte. Es wird behauptet, dass der damalige stellvertretende Schulleiter Lütfullah Aksu die betroffene Schülerin damals mit den Worten zum Schweigen gebracht habe: "Daraus wird nichts, du ruinierst nur deinen Ruf."

LAUFENDE VERFAHREN GEGEN DEN ENTLASSENEN SCHULLEITER

Es wurde bekannt, dass der ehemalige Schulleiter Yusuf M., der im Zusammenhang mit Belästigungsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten war, bereits im vergangenen Jahr nach einer Beschwerde einer Schülerin seines Amtes enthoben wurde. Nachdem er an eine andere Schule als Lehrer versetzt worden war, ging er in den Ruhestand. Das gegen ihn eingeleitete Verfahren wegen Belästigung soll jedoch noch andauern.

'WIR WOLLEN, DASS DER GERECHTIGKEIT GENÜGE GETAN WIRD'

Die betroffenen Familien erklärten, dass sie Anzeige gegen die Schulleitung und die verantwortlichen Lehrer erstattet hätten, denen sie vorwerfen, die Vorfälle vertuschen zu wollen. Sie betonten: "Wir wollen, dass diese Vorfälle aufgeklärt werden und die Verantwortlichen bestraft werden, um die Sicherheit unserer Kinder zu gewährleisten."