Schritt zu Waffenruhe von Hamas-Chef Sinwar: Vorschlag an Israel übermittelt
Eine israelische Quelle gab an, dass Vermittler aus Ägypten und Katar israelischen Behörden mitgeteilt hätten, Hamas-Chef Yahya Sinwar strebe ein Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen an. Es ist jedoch noch unklar, wie der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu auf diesen Vorschlag reagieren wird.
12punto
Während die Angriffe Israels auf den Gazastreifen seit 310 Tagen andauern, laufen die Bemühungen für ein Waffenstillstandsabkommen, das auch die Freilassung israelischer Geiseln beinhaltet, weiter.
Eine namentlich nicht genannte israelische Quelle erklärte, ägyptische und katarische Vermittler hätten israelischen Vertretern mitgeteilt, dass Hamas-Chef Yahya Sinwar ein Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen wünsche. In Bezug auf den israelischen Premierminister Netanjahu zitierte die Quelle die Aussage: "Niemand weiß, was Netanjahu will", und fügte hinzu, dass US-Vertreter die israelische Seite dazu drängten, umgehend eine Einigung zu erzielen, um einen regionalen Krieg zu vermeiden.
Israelische Quellen wiesen darauf hin, dass Netanjahu im Falle eines Waffenstillstandsabkommens Neuwahlen ausrufen könnte, was ihm die Kontrolle über den Zeitpunkt der Wahlen ermöglichen würde.
US-Präsident Joe Biden, der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, hatten Israel und die Hamas dazu aufgerufen, die Verhandlungen am 15. August in der katarischen Hauptstadt Doha oder der ägyptischen Hauptstadt Kairo wieder aufzunehmen, und gefordert, das Waffenstillstandsabkommen ohne weiteren Verzug umzusetzen. In einer Erklärung aus dem Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu hieß es, Israel werde in der kommenden Woche eine Delegation zu den Gesprächen entsenden, um "die Details zu klären" und das Rahmenabkommen in die Praxis umzusetzen.