Schwere Vorwürfe gegen die israelische Regierung: Ehemaliger Verteidigungsminister soll Hamas-Operation dokumentiert haben

In Israel wurde behauptet, dass der Regierung bereits im Jahr 2016 ein Dokument vorgelegt wurde, das vor einem möglichen Angriff der Hamas warnte, dies jedoch damals nicht ernst genommen wurde.

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Die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth weist in ihrem Bericht zu diesem Thema auf die Aussagen von Premierminister Benjamin Netanjahu hin, der seit Beginn des Krieges wiederholt betont hat, er habe "nichts von der gefährlichen Dimension der Lage im Gazastreifen gewusst".

In dem Bericht heißt es, dass der ehemalige Verteidigungsminister Avigdor Lieberman in einem am 21. Dezember 2016 erstellten detaillierten Dokument dargelegt habe, dass "die Hamas plane, den Konflikt in Zukunft auf israelisches Territorium zu verlagern, einschließlich der Eroberung jüdischer Siedlungen und der Geiselnahme der dort befindlichen Personen, dies jedoch von keinem politischen oder sicherheitspolitischen Entscheidungsträger ernst genommen wurde".

'DETAILLIERT BESCHRIEBEN'

Dem Bericht zufolge wurden in dem Dokument die Absichten der Hamas, einschließlich des Eindringens professioneller Kräfte auf israelisches Staatsgebiet, der Eroberung von Siedlungen rund um den Gazastreifen und der Geiselnahme der dortigen Bewohner, "im Detail beschrieben".

In dem als "streng geheim" eingestuften Dokument wurde festgehalten, dass das Hauptziel darin bestehe, "bis zum Jahr 2022 die Vernichtung Israels und die Befreiung des gesamten palästinensischen Territoriums" zu erreichen.

Das Dokument habe Konsequenzen vorhergesagt, die schlimmer seien als die Folgen des Jom-Kippur-Krieges vom Oktober 1973. Dennoch, so der Bericht weiter, habe keiner der Adressaten der Warnung, einschließlich Premierminister Netanjahu und des ehemaligen Generalstabschefs Gadi Eisenkot, dieses Szenario mit der gebotenen Ernsthaftigkeit behandelt.

Von der israelischen Regierung liegt bisher keine Stellungnahme zu diesem Thema vor.