Schwere Vorwürfe gegen Polizisten der Bora-Kaplan-Operation: „Informationsweitergabe an FETÖ“

Gegen den ehemaligen stellvertretenden Polizeichef von Ankara, Murat Çelik, und zwei ehemalige KOM-Führungskräfte wurde eine Anklageschrift wegen „Informationsweitergabe an einen flüchtigen FETÖ-Anhänger“ erstellt. Die Polizisten wurden in andere Provinzen versetzt.

Müyesser Yıldız

Gegen den ehemaligen stellvertretenden Polizeichef von Ankara, Murat Çelik, den ehemaligen Leiter der Abteilung für Schmuggel- und organisierte Kriminalität (KOM), Kerem Gökay Öner, sowie den stellvertretenden KOM-Leiter Şevket Demircan, die an der Bora-Kaplan-Operation beteiligt waren, wurden schwerwiegende Vorwürfe erhoben.

Wie die 12punto-Autorin und Journalistin Müyesser Yıldız berichtet, werden die drei Polizisten in einer Anklageschrift als Beschuldigte geführt, da sie Informationen an das flüchtige „FETÖ“-Mitglied Cevheri Güven weitergegeben haben sollen. Die entsprechende Anklageschrift wurde beim 17. Schwurgericht in Ankara eingereicht.

Die Polizisten, die in den Dienst zurückgekehrt waren, wurden in andere Provinzen versetzt. Während Murat Çelik bei der Generaldirektion für Sicherheit eingesetzt wurde, wurden Kerem Gökay Öner nach Kayseri und Şevket Demircan nach Eskişehir geschickt.

Es wurde bekannt, dass die Anklageschrift Beweise dafür enthält, dass die Polizisten Details zur Bora-Kaplan-Operation an Mitglieder der Organisation weitergegeben haben sollen.