Ist das Geheimnis der verschwundenen Millionen im Fall Seçil Erzan gelüftet? Das Detail um Candaş Gürol...

Im Prozess gegen die Bankerin Seçil Erzan, die wegen Betrugs an 29 Personen im Zusammenhang mit dem als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannten hochverzinsten Devisenfonds angeklagt ist, gibt es eine neue Entwicklung. Es wird behauptet, dass sich die verschwundenen Millionen in einem Stahlschrank in Erzans Wohnung befanden und dieser in die Wohnung ihres damaligen Verlobten Gürol gebracht wurde.

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Im Prozess gegen Seçil Erzan und sieben weitere Angeklagte, denen vorgeworfen wird, 29 Personen, darunter bekannte Fußballspieler, im Rahmen des als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannten hochverzinsten Devisenfonds betrogen zu haben, gab es eine brisante Entwicklung.

Wie Atakan Irmak von der Zeitung Sabah berichtet; hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Iraner Mojtaba Haghani und Süleyman Aslan wegen des Vorwurfs des „Wuchers“ erhoben, nachdem diese Seçil Erzan in einem Fahrzeug gefilmt hatten.

In der Anklageschrift wird Mojtaba Haghani zitiert, der angab, dass sich in Seçil Erzans Wohnung in Göktürk ein großer Stahlschrank befunden habe und ein Teil der gesammelten Gelder in diesem Schrank aufbewahrt worden sei.

Er behauptete, dass der Schrank später von Erzans damaligem Verlobten, dem Anwalt Candaş Gürol, über eine private Firma in dessen eigene Wohnung transportiert worden sei und sich das Geld somit bei Candaş Gürol befinde.

Seçil Erzan hatte über den Iraner Mojtaba Haghani gesagt: „Die Person, die ich als ‚Moci‘ bezeichne, ist Mojtaba Haghani, der Ehemann einer Freundin aus meiner Studienzeit. Ich habe ihm bis heute weit mehr zurückgezahlt, als ich von ihm erhalten habe.“

Es waren auch Aufnahmen aufgetaucht, die Erzan in einem Fahrzeug zeigen, aufgenommen von Moci. In den Aufnahmen sagt Erzan: „Hallo Onkel Süleyman. Die Schuldscheine von Moci und Nazlı, die wir dir gegeben haben, beinhalten keinerlei Ansprüche der beiden. Ich bitte dich inständig. Bitte unternimm nichts bezüglich ihrer Schuldscheine.“

GELD VOM WUCHERER GELIEHEN UND SCHULDSCHEINE UNTERSCHRIEBEN

Die neue, von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellte Anklageschrift enthält neue Details, die den Verlauf des Prozesses verändern könnten. Der in der Anklageschrift zitierte Mojtaba Haghani machte Aussagen, die den Fall in eine neue Richtung lenken könnten.

Haghani erklärte, er habe Erzan über seine Ehefrau kennengelernt und sie habe ihm von einem Fonds erzählt, der innerhalb von 60 Tagen 30 Prozent Gewinn abwerfe.

Haghani gab an, Erzan insgesamt 300.000 Dollar in bar gegeben zu haben: „Seçil brauchte Geld. Sie erhielt von einer Person namens Süleyman Aslan bei der Bank 10 Millionen Lira gegen einen Schuldschein. Ich habe den Schuldschein über 14 Millionen ebenfalls als Bürge unterschrieben.“

In ihrer Aussage in der Anklageschrift bestätigte Seçil Erzan, dass die Person, die sie als Moci bezeichnete, Mojtaba Haghani sei, dass sie ihm weit mehr zurückgezahlt habe, als sie von ihm erhalten habe, und dass sie gemeinsam Geld von dem Wucherer Süleyman Aslan geliehen und dieses zurückgezahlt hätten.

'DIE VERSCHWUNDENEN MILLIONEN SIND BEI CANDAŞ'

Mojtaba Haghani erklärte in seiner Aussage gegenüber der Staatsanwaltschaft, dass sich in Seçil Erzans Wohnung in Göktürk ein großer Stahlschrank befunden habe und dieser Schrank später von ihrem damaligen Freund, dem Anwalt Candaş Gürol, über eine private Firma in seine Wohnung in Kadıköy transportiert worden sei.

Haghani sagte, dass sich die im Rahmen des Fondsbetrugs gesammelten Gelder in dem Schrank befunden haben könnten, als Seçil Erzan und Candaş Gürol noch ein gutes Verhältnis zueinander hatten, und deutete an, dass die verschwundenen Millionen bei Gürol sein könnten.