Seit zwei Monaten nicht verfügbar... HPV-Kit-Krise in Frauenklinik
Im Zeynep-Kamil-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Frauen- und Kinderkrankheiten in Istanbul ist bekannt geworden, dass die für das Screening auf Gebärmutterhalskrebs (HPV-Virus) erforderlichen Kits seit zwei Monaten nicht mehr vorrätig sind. Das Krankenhaus bestätigte zudem, dass neue Kits beschafft wurden.
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Während die Anwendung der HPV-Impfung nach der Sensibilisierung der Öffentlichkeit immer weiter verbreitet wird, ist im Zeynep-Kamil-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Frauen- und Kinderkrankheiten in Istanbul bekannt geworden, dass die für das Screening erforderlichen Kits seit zwei Monaten nicht mehr vorrätig sind.
Der Gynäkologe Prof. Dr. Cem Baykal äußerte sich zu diesem Mangel wie folgt: „Wenn die heimische Produktion nicht ausreicht, müssen sie importieren“, und betonte, dass die aktuelle Situation inakzeptabel sei.
Wie Sarya Toprak von BirGün berichtet, wurden Patienten, die im Zeynep-Kamil-Krankenhaus Proben für einen HPV-Test abgaben, aufgrund des aktuellen Kit-Mangels davor gewarnt, dass die Testergebnisse möglicherweise nicht vorliegen könnten. Sollten keine Ergebnisse erzielt werden können, wurde den Patienten mitgeteilt, dass sie ihre Tests in einem anderen Krankenhaus wiederholen lassen müssten.
Trotz Anfragen bei der Gesundheitsdirektion der Provinz gab es bisher keine Rückmeldung. Die Krankenhausleitung bestätigte jedoch, dass das Problem zwei Monate lang bestand und neue Kits beschafft wurden.
Prof. Dr. Baykal kritisierte die aktuelle Situation, äußerte Zweifel an den diagnostischen Werten der heimischen Kits und wies darauf hin, dass insbesondere junge Frauen zögern, staatliche Krankenhäuser aufzusuchen. Zudem erklärte er, dass der Zugang zu den Tests, die zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs regelmäßig durchgeführt werden müssen, erschwert werde.
Das Thema der HPV-Impfung, an dem das Gesundheitsministerium arbeitet, ohne jedoch bisher konkrete Schritte unternommen zu haben, steht weiterhin auf der Tagesordnung. Das Versprechen, den Impfstoff in den nationalen Impfkalender aufzunehmen, wurde nicht erfüllt, und die Kosten für den Impfstoff stellen eine erhebliche Belastung dar. Dennoch gab es nach Klagen auf Kostenerstattung der HPV-Impfung durch die Sozialversicherungsanstalt (SGK) Präzedenzfälle, in denen Gerichte die Rückerstattung der Impfkosten anordneten.