Şener Üşümezsoy erklärt: 'Eine 25 km lange Verwerfung wird brechen!' – Hier erwartet er das Erdbeben in Istanbul
Prof. Dr. Şener Üşümezsoy widerspricht den gängigen Szenarien für das erwartete große Erdbeben in Istanbul. Er argumentiert, dass sich entlang der Adalar-Linie nicht genügend Energie für ein Beben der Stärke 7 oder höher angesammelt habe, und benannte die einzige Region, die er als riskant einstuft.
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Prof. Dr. Şener Üşümezsoy, der das Erdbeben der Stärke 6,2 vom 23. April 2025 vorhersagte, hat seine Einschätzungen zum möglichen großen Erdbeben in Istanbul abgegeben.
Im Gespräch mit Sözcü TV behauptete Üşümezsoy, dass die wissenschaftliche Grundlage für die seit langem in der Stadt kursierenden Erwartungen eines großen Erdbebens schwach sei. Er behauptete, dass sich in einigen Verwerfungssegmenten im Marmarameer nicht genügend Energie angesammelt habe, um ein zerstörerisches Erdbeben auszulösen.
DIE DEBATTE UM DAS ADALAR-SEGMENT
Üşümezsoy wies insbesondere auf das Adalar-Segment hin und argumentierte, dass diese Linie nicht die Kapazität habe, ein großflächiges Erdbeben zu erzeugen. Er erklärte, dass die seit Jahren in der Öffentlichkeit bestehende Sorge in Bezug auf dieses Gebiet nicht der Realität entspreche, und äußerte: "Das Erdbebenrisiko in Istanbul ist vorbei. Die Adalar-Linie ist eine tote Verwerfung, und diese Tatsache muss von jedem akzeptiert werden." Üşümezsoy behauptete, dass in diesem Gebiet nicht genügend Spannungen für ein Erdbeben der Stärke 7 oder höher vorhanden seien.
DIE SİLİVRİ–KUMBURGAZ-LINIE IM FOKUS
Üşümezsoy wies auf einen einzigen Bereich hin, der für ein mögliches Erdbeben, das Istanbul betreffen könnte, von Bedeutung sei: Er sagte, dass die etwa 25 Kilometer lange Linie zwischen Silivri und Kumburgaz beobachtet werden müsse.
Üşümezsoy erklärte, dass dieses Segment seit 2009 ein Risiko berge, und fügte hinzu, dass ein dort auftretendes Erdbeben eine Stärke zwischen 6,0 und 6,5 erreichen könnte.
WIDERSPRUCH GEGEN DIE BEHAUPTUNG EINES „GROSSEN ISTANBUL-ERDBEBENS“
Üşümezsoy argumentierte, dass ein zerstörerisches Szenario, das im gesamten nördlichen Marmaragebiet als „großes Istanbul-Erdbeben“ bezeichnet wird, nicht mehr gültig sei, und übte Kritik an der Politik des Erdbebenmanagements.
Er behauptete, dass Kommunen seit 1999 unter dem Vorwand, dass „ein großes Erdbeben bevorstehe“, Finanzmittel von internationalen Organisationen erhalten hätten, und warf ihnen vor, dass diese Ressourcen im Rahmen der Katastrophenvorsorge nicht effektiv genutzt würden.
Üşümezsoy betonte, dass die Errichtung erdbebensicherer Gebäude in der Verantwortung des Bausektors liege, während die korrekte Analyse von Verwerfungslinien eine wissenschaftliche Aufgabe sei. Er fügte hinzu, dass eine Politik, die auf falschen Verwerfungsmodellen basiere, keine soliden Ergebnisse liefern werde.