Sie war das umstrittene Gesicht der Olympischen Spiele in Paris: Die algerische Boxerin Imane Khelif antwortet Trump

Die algerische Boxerin Imane Khelif, die bei Paris 2024 Gold gewann und durch Geschlechterdebatten in die Schlagzeilen geriet, hat auf die Äußerungen des US-Präsidenten Trump reagiert.

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Die algerische Boxerin Imane Khelif hatte bereits ab ihrem ersten Kampf bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris für Diskussionen über die Geschlechterzulassung gesorgt. Khelif, die die Goldmedaille gewann, hat nun ihr Ziel für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles bekannt gegeben und auf die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump reagiert, dass "Trans-Frauen nicht in der Frauenkategorie antreten dürfen". 

Die algerische Boxerin Imane Khelif, die im vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen Paris 2024 Gold gewann und im Zentrum der Debatten um die Geschlechterzulassung stand, hat ihr Ziel für Los Angeles 2028 erläutert.

Die 25-jährige Sportlerin kündigte an, dass sie aufgrund der Regeländerungen in einer neuen Gewichtsklasse antreten werde, und strebt den Gewinn ihrer zweiten olympischen Goldmedaille an.

Khelif, die in Paris in der 66-Kilo-Klasse triumphierte, plant für 2028 den Wechsel in die 70-Kilo-Klasse, da ihre bisherige Gewichtsklasse gestrichen wurde.

Gegenüber MARCA sagte Khelif: "Ich bin darauf fokussiert, 2028 mein zweites olympisches Gold zu holen. Gleichzeitig bereite ich mich auf den Übergang in meine Profiboxkarriere vor. Ich möchte im Vergleich zu Paris noch ausgeglichener und stärker in den Ring steigen."

"ICH WERDE KEINE SCHWIERIGKEITEN HABEN, MICH AN DAS NEUE GEWICHT ANZUPASSEN"

Gemäß der neuen Gewichtsklasseneinteilung für Los Angeles 2028 liegt das Leichtgewicht nun zwischen 60 und 65 Kilo.

Da die 66-Kilo-Klasse, in der Khelif in Paris antrat, außerhalb dieses Bereichs liegt, ist das neue Ziel der algerischen Boxerin die 70-Kilo-Klasse...

Bei den Spielen 2028 wird das Halbmittelgewicht zwischen 65 und 70 Kilo und das Mittelgewicht zwischen 70 und 75 Kilo liegen.

Die 1,80 Meter große Khelif erklärte: "Ich habe in Paris in der 66-Kilo-Klasse gewonnen, aber der Aufstieg auf 70 Kilo wird für mich nicht schwer sein. Ich arbeite mit meinem Team daran, wie wir uns am besten an diese neue Kategorie anpassen können." 

"TRUMPS ENTSCHEIDUNG BETRIFFT MICH NICHT"

Nachdem der US-Präsident Donald Trump im Februar ein Dekret unterzeichnet hatte, das Trans-Frauen die Teilnahme an Frauenwettbewerben untersagt, war die olympische Zukunft von Khelif in den Fokus geraten.

Khelif betonte jedoch, dass sie sich von dieser Situation nicht beeinflussen lasse: "Ich bin keine Trans-Person. Diese Entscheidung betrifft mich nicht und macht mir keine Angst. Ich verteidige diese Goldmedaille mit allem, was ich habe. Ich verfolge meinen Traum weiter", bezog sie klar Stellung.

Die Medaillen, die sie gemeinsam mit der Taiwanerin Lin Yu-Ting bei Paris 2024 gewann, hatten weltweit für großes Aufsehen gesorgt. Beide Sportlerinnen waren zuvor von der International Boxing Association (IBA) aufgrund von Geschlechtertests von der Frauen-Weltmeisterschaft ausgeschlossen worden.

Die IBA hatte rechtliche Schritte eingeleitet und gegen die Teilnahme von Khelif und Lin an den Olympischen Spielen protestiert, da diese angeblich XY-Chromosomen tragen sollen.

Trotz aller Kontroversen bereitet sich Imane Khelif auf ihre Rückkehr in den Ring vor und möchte sich erneut in die olympischen Geschichtsbücher eintragen.