Sırrı Süreyya Önder nimmt die Republik ins Visier! Er sprach von der „Tilgung Gottes aus allen Lebensbereichen“
Der DEM-Parteienabgeordnete und stellvertretende Parlamentspräsident der TBMM, Sırrı Süreyya Önder, hat in einem von ihm verfassten Artikel die Gründung der Republik Türkei aus der Perspektive des „islamischen Rechts“ beleuchtet. In seinem Text verwendete Önder die befremdliche Formulierung, die Gründung der Republik Türkei sei gleichbedeutend mit der „Tilgung Gottes aus allen Lebensbereichen“ und dem „Ersatz Gottes durch den Staat“ gewesen.
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Der DEM-Parteienabgeordnete und stellvertretende Parlamentspräsident der TBMM, Sırrı Süreyya Önder, hat einen Artikel verfasst, der für Aufsehen sorgt.
In seinem bei T24 veröffentlichten Text beleuchtete Önder die Republik Türkei aus der Perspektive des „islamischen Rechts“.
Önder behauptete, die Gründung der Republik Türkei sei eine „Tilgung Gottes aus allen Lebensbereichen“ und ein „Ersatz Gottes durch den Staat“ gewesen. Er führte weiter aus, dass der Staat, indem er sich mit Gott gleichsetze, eine „Had-Grenze“ gezogen habe, wobei diese Grenze „im Gegensatz zum islamischen Recht nicht im Voraus erkennbar sei“.
Der entsprechende Absatz aus Önders Artikel lautet wie folgt:
„Das traditionelle islamische Recht unterteilt Verbrechen in solche, die gegen Gott, und solche, die gegen den Menschen begangen werden. Bei ersteren gibt es keine Begnadigung, keine Strafmilderung, keine Vergeltung oder Entschädigung; die Strafe ist meist lebensbedrohlich und wird als ‚Had‘ bezeichnet. Hudud ist der Plural davon, und Begriffe wie ‚Had‘ oder ‚Hudud‘ leiten sich davon ab, Grenzen zu überschreiten oder nicht zu kennen.
Was mich schmerzt, ist Folgendes: Bei der Gründung dieses neuen Landes geschah dies: Während Gott – Gott bewahre – aus allen Bereichen getilgt wurde, setzte sich der Staat an Gottes Stelle. Er setzte sich mit Gott gleich und zog für Verbrechen, die gegen ihn begangen wurden, eine Had-Grenze. Doch diese Linie, also die Linie des Staates, ist im Gegensatz zum islamischen Recht nicht vorhersehbar oder erkennbar. Der einzige Weg, um zu erkennen, dass unser Staat, der seine eigene Grenze nicht kennt, seine Grenze/Linie überschritten hat, besteht darin, diese Grenze selbst zu überschreiten. Es gibt keine konkrete Warnung oder Definition, die vor dem Überschreiten festgelegt wurde. Man tut etwas, überschreitet die Grenze, und der Staat erinnert einen auf eine Weise daran, die man niemals vergessen wird.“