Skandal um illegalen Hotelbau und Spenden in Diyarbakır: Gefälligkeit für AKP-Kommune
In Diyarbakır wurde bekannt, dass ein Unternehmen, das einen illegalen Hotelbau errichtete, vor den Kommunalwahlen 8 Millionen Lira an die Gemeinde spendete. Zudem wurde berichtet, dass Einkaufskarten, die für Bedürftige bestimmt waren, zu politischen Zwecken an den AKP-Provinzverband übergeben wurden.
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In Diyarbakır spendete ein Unternehmen, das während des Baus eines Privatkrankenhauses entgegen den Bebauungsvorschriften ein illegales Hotel errichtete, vor den Kommunalwahlen 8 Millionen Lira an die Gemeinde. Die nach dieser Spende erworbenen Einkaufskarten, die eigentlich an Bedürftige hätten verteilt werden sollen, wurden jedoch an den AKP-Provinzverband übergeben, um daraus politischen Nutzen zu ziehen.
VERSTOSS GEGEN BEBAUUNGSVORSCHRIFTEN UND SPENDENWEGE
Wie Özgür Cebe von der Zeitung Sözcü berichtet, hatte die Firma Amar İnşaat, die den Bau des Dünyapark Hospital für Geburtshilfe am 75-Meter-Boulevard in Diyarbakır ausführte, entgegen der Baugenehmigung und deren Anhängen anstelle von Parkplätzen und Grünflächen mit dem Bau eines 8-stöckigen Hotels begonnen. Nach Fertigstellung des Hotelbaus wurde keine Nutzungsgenehmigung erteilt; das Gebäude wurde als illegaler Bau eingestuft. Das Unternehmen nahm Kontakt zur Stadtverwaltung Diyarbakır auf, um die Baugenehmigung zu erhalten und den Bebauungsplan zu ändern, und bot eine Spende in Höhe von 8 Millionen Lira an.
EINKAUFSKARTEN FÜR BEDÜRFTIGE FÜR POLITISCHE ZWECKE MISSBRAUCHT
Mit einem Teil der Spende in Höhe von 5 Millionen Lira wurden Einkaufskarten erworben, die an Bedürftige verteilt werden sollten. Diese Karten wurden jedoch vom Büro des Bürgermeisters per Protokoll an den AKP-Provinzverband übergeben. Die Jugend- und Frauenorganisationen der AKP verteilten die Karten während der Wahlperiode an Personen, die ihre Stimme für ihre Partei abgeben sollten.
NEUE VERWALTUNG LEHNT ANTRÄGE AB
Nach den Kommunalwahlen, die von der DEM-Partei gewonnen wurden, lehnte die neue Verwaltung der Stadt Diyarbakır die Anträge des Bauunternehmens ab, da diese gegen die Bauvorschriften verstießen. Die Anträge auf Änderung des Bebauungsplans wurden als nicht gesetzeskonform eingestuft, und das Unternehmen konnte die von der Gemeinde geforderten baurechtlichen Änderungen trotz der geleisteten Spende nicht durchsetzen.