So berichteten regierungsnahe Medien über das Urteil gegen Dilruba
Dilruba Kayserilioğlu, die nach Äußerungen zum Instagram-Verbot in einem Straßeninterview festgenommen worden war, wurde vom Vorwurf der "öffentlichen Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit sowie der Herabwürdigung" freigesprochen. Sie erhielt jedoch eine Haftstrafe von 7 Monaten und 15 Tagen wegen "öffentlicher Herabwürdigung eines Teils der Bevölkerung aufgrund von sozialer Schicht, Rasse, Religion, Sekte, Geschlecht oder regionaler Unterschiede". Wie haben die regierungsnahen Medien das Urteil bewertet? Hier sind die Details...
12punto
Dilruba Kayserilioğlu, die wegen ihrer Äußerungen in einem Straßeninterview in Izmir festgenommen wurde und 18 Tage in Haft verbrachte, erschien vor dem 35. Strafgericht erster Instanz.
Kayserilioğlu wurde vom Vorwurf der "öffentlichen Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit sowie der Herabwürdigung" freigesprochen; wegen "öffentlicher Herabwürdigung eines Teils der Bevölkerung aufgrund von sozialer Schicht, Rasse, Religion, Sekte, Geschlecht oder regionaler Unterschiede" wurde sie zu 7 Monaten und 15 Tagen Haft verurteilt.
'ICH HABE MEINE GEDANKEN GEÄUSSERT'
In ihrer ersten Stellungnahme nach dem Urteil erklärte Kayserilioğlu:
"Unser Gerichtsverfahren läuft noch. Sie werden ihre Anträge bei der nächsthöheren Instanz einreichen. Ich habe keinen Moment an meiner Unschuld gezweifelt. Meine Anwälte werden die notwendigen Erklärungen abgeben.
Ich habe meine Gedanken im Rahmen der Meinungsfreiheit geäußert. Ich habe mich nie als schuldig betrachtet. Ich glaube an meine Unschuld. Ich vertraue meinen Anwälten bis zum Ende.
WIE HABEN REGIERUNGSNAHE MEDIEN DARÜBER BERICHTET?
Die regierungsnahe Zeitung Sabah titelte auf ihrer Titelseite: "Haftstrafe für die fluchende Dilruba".
Die Zeitung Yeni Akit brachte die Nachricht auf der Titelseite und schrieb: "Jetzt lernst du, wie man 'Gehirne aussaugt'! Das Strafmaß für die fluchende Dilruba steht fest".
Die Zeitung Yeni Şafak übernahm ähnliche Formulierungen wie Sabah und Yeni Akit und bezeichnete Dilruba Kayserilioğlu ebenfalls als "fluchend".