Solidaritätsaufruf der Ehefrau des kranken Häftlings Eren Odabaş

Nihal Odabaş, die Ehefrau des im Gefängnis Marmara Nr. 1 inhaftierten kranken Häftlings Eren Odabaş, erklärte, dass ihr Mann freigelassen werden müsse, und rief alle Unterstützer dazu auf, an der für Donnerstag, den 23. Mai, angesetzten Gerichtsverhandlung teilzunehmen.

12punto

Nihal Odabaş, die Ehefrau von Eren Odabaş, machte auf die gesundheitlichen Probleme aufmerksam, unter denen ihr Mann im Gefängnis leidet. Odabaş erklärte, dass ihr Mann Schwierigkeiten beim Sitzen habe und sagte: „Gleichzeitig gibt es eine Schwellung in seinen Lymphknoten unter den Achseln. Als ich diese Symptome den Ärzten mitteilte, sagten sie, dass die Krankheit fortgeschritten sei und sich ausgebreitet habe. Mein Mann kämpft seit 2018 gegen diesen Tumor, und 2020 ist er erneut aufgetreten. Deshalb erhielt er eine medikamentöse Behandlung, die jedoch aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen wurde. Er musste nun erneut eine Behandlung beantragen, wurde aber dann inhaftiert“.

AUFRUF ZUR GERICHTSVERHANDLUNG

In einem Beitrag in den sozialen Medien wies Odabaş darauf hin, dass die Verhandlung ihres Mannes morgen stattfinde, rief zur Solidarität auf und gab folgende Erklärung ab:

„Ich gehe jede Woche zum Gericht und reiche Petitionen ein. Ich weise auf den Ernst des Gesundheitszustands meines Mannes hin und darauf, dass er unter diesen Bedingungen nicht behandelt werden kann. Er ist seit 105 Tagen inhaftiert, und schließlich, etwa am 90. Tag, wurde seine Verlegung ins Krankenhaus angeordnet. Ich glaube, dass diese Verlegung in Eile durchgeführt wurde, um die begangenen Rechtsverletzungen zu vertuschen. Es hieß, er würde statt nach Istanbul in das Stadtkrankenhaus Ankara verlegt werden, aber auch das ist nicht geschehen.

Es wurde gesagt, dass eine Biopsie seiner Lymphknoten entnommen werden müsse, aber das ist seit drei Monaten immer noch nicht geschehen. Das Recht meines Mannes auf Behandlung wird eindeutig behindert, und ich bin der Meinung, dass er freigelassen werden muss. Dies ist sowohl aus lebensnotwendigen als auch aus rechtlichen Gründen erforderlich. Zudem sind unsere Kinder, die draußen sind, von dieser Situation negativ betroffen.

Unsere Kinder müssen einen Pädagogen aufsuchen. Ich möchte, dass mein Mann freigelassen wird und so schnell wie möglich wieder gesund wird. Ich lade alle ein, morgen um 14.45 Uhr zur Solidarität bei unserer Verhandlung vor dem 26. Schwurgericht in Istanbul zu erscheinen.“

HIER IST DER BEITRAG VON NİHAL ODABAŞ

Vor der Verhandlung, die am Donnerstag, den 23. Mai, um 14.45 Uhr vor dem 26. Schwurgericht in Istanbul stattfinden wird, lade ich die Presse und die Öffentlichkeit ein, sich für das Recht auf Gerechtigkeit und Leben meines Mannes, des kranken Häftlings Eren Odabaş, zu solidarisieren.