Sorge vor organisierter Kriminalität in Istanbul: Nach Nişantaşı nun auch Berichte über bewaffnete Angriffe in Göktürk
Laut einem Bericht von Gülnur Saydam für die Zeitung Cumhuriyet sind die Bewohner von Göktürk aufgrund zunehmender Angriffe und Erpressungsvorwürfe beunruhigt; die Polizei gibt an, die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt zu haben.
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In Istanbul stehen bewaffnete Angriffe und Drohungen gegen Unternehmen, die mit organisierten kriminellen Gruppen in Verbindung gebracht werden, erneut im Fokus. Wie Gülnur Saydam von der Zeitung Cumhuriyet berichtet, haben nach den Vorfällen in Nişantaşı nun Ereignisse in Göktürk, einem Stadtteil von Eyüpsultan, für Unruhe unter den Anwohnern gesorgt.
Dem Bericht zufolge wächst bei den Bürgern die Angst, „Opfer einer verirrten Kugel zu werden“, während die Ermittlungen und Operationen gegen organisierte kriminelle Gruppen, die in der Öffentlichkeit unter Namen wie „Daltonlar“, „Redkitler“ und „Casperlar“ bekannt sind, andauern. Hintergrund sind Berichte über Schüsse auf verschiedene Geschäfte sowie Erpressungsvorwürfe.
In Nişantaşı wurden am 30. Mai bei einem Angriff auf ein Unterhaltungslokal drei Personen verletzt; am 1. Juni wurde dasselbe Lokal ein zweites Mal zum Ziel. Bei diesem zweiten Angriff wurde ein Sicherheitsmitarbeiter verletzt, zudem wurden umliegende Geschäfte von Kugeln getroffen. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden sechs Verdächtige festgenommen; dabei kamen auch Vorwürfe gegen die als „Daltonlar“ bekannte kriminelle Gruppierung zur Sprache.
SICHERHEITSDISKUSSION IN GÖKTÜRK
Dem Bericht zufolge hat nach Nişantaşı nun auch der Vorwurf eines bewaffneten Angriffs auf ein Unterhaltungslokal in Göktürk die Sicherheitsbedenken in der Region verschärft. Es wird behauptet, dass nachts Personen auf Motorrädern Angriffe auf Gastronomiebetriebe verübt hätten. In den Akten zur organisierten Kriminalität finden sich demnach Vorwürfe wie Erpressung, Schüsse auf Geschäftsräume, bewaffnete Drohungen und Raub.
Polizeibeamte, die gegenüber Cumhuriyet Stellung nahmen, erklärten hingegen, dass in Göktürk keine ungeklärten Straftaten registriert seien. Die Behörden betonten, dass es in der Region „keine Anzeichen für Bandenaktivitäten“ gebe und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden seien.
Dennoch berichten einige Anwohner und Ladenbesitzer, dass ihr Alltag durch Erpressungsversuche und Drohungen beeinträchtigt werde. Ein Geschäftsinhaber äußerte, dass die Sorge in dem Viertel, in dem man sich früher sicher bewegen konnte, in den letzten Monaten zugenommen habe, während ein anderer Anwohner seine Besorgnis um die Sicherheit seiner Kinder zum Ausdruck brachte.