Sorge vor Stimmenverlust in der AKP: Termin für Kabinettsumbildung genannt

Nach der Niederlage bei den Kommunalwahlen setzt die AKP im Zuge ihres Parteitags auch ihren Prozess der 'Selbstkritik' fort. Wie zu erfahren war, soll es nach Abschluss des Parteitags auch zu Veränderungen im Kabinett kommen.

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Der AKP-Vorsitzende und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat weitreichende Änderungen in den Provinz- und Bezirksverbänden seiner Partei vorgenommen. Während der Parteitagsprozess in der AKP andauert, richten sich die Blicke nun auf die anstehende Revision im Zentralen Exekutivkomitee (MYK) und im Präsidialkabinett.

KABINETTSUMBILDUNG NACH DEM PARTEITAG

Dem Bericht von Cumhuriyet zufolge merkten AKP-Quellen an, dass sich die Kabinettsumbildung auf die Zeit nach dem für den 23. Februar geplanten Parteitag verschieben könnte. Parteistrategen deuteten auf eine grundlegende Umgestaltung des MYK hin.

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen vom 31. März, aus denen die AKP als Verliererin hervorging und landesweit erstmals auf den Status der zweitstärksten Partei zurückfiel, markieren einen Wendepunkt.

In seiner Rede auf den Provinzparteitagen räumte Erdoğan die Wahlniederlage ein und mahnte seine Partei mit den Worten: "Die Zahlen zu verbiegen oder verschiedene Analysen zu produzieren, steht uns und der AK-Partei nicht gut zu Gesicht. Unser Ziel ist es, den Stimmenanteil der AK-Partei nicht unter 50 Prozent fallen zu lassen. Unser Ziel ist es, die Herzen von 85 Millionen Menschen zu gewinnen."

Es heißt, Erdoğan bereite sich darauf vor, das MYK der Partei zu mehr als 50 Prozent umzubilden. Es wird erwartet, dass mindestens 10 der 16 stellvertretenden Parteivorsitzenden im MYK ausgetauscht werden.