Staatsanwalt fordert Freispruch im Saraçhane-Prozess, Richter vertagt Entscheidung
Im Prozess gegen sieben Personen, die wegen ihrer Teilnahme an den Protesten in Saraçhane in Istanbul angeklagt sind, hat der Staatsanwalt einen Freispruch gefordert. Das Gericht vertagte die Urteilsverkündung um etwa zwei Monate, um die Akten weiter zu prüfen.
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Sieben Personen, gegen die wegen ihrer angeblichen Teilnahme an den Protesten nach der Ingewahrsamnahme von Ekrem İmamoğlu ein Verfahren wegen „Verstoßes gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen“ eingeleitet wurde, erschienen zum vierten Mal vor Gericht. In der Verhandlung vor dem 20. Strafgericht erster Instanz in Istanbul wurde für die Angeklagten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren gefordert.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, legte der Staatsanwalt in der Verhandlung sein Plädoyer vor. Der Staatsanwalt erklärte, dass die Beweise in der Akte nicht ausreichten, um zu belegen, dass die Angeklagten die ihnen zur Last gelegte Straftat begangen hätten, und kam zu dem Schluss, dass die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt seien. Aus diesem Grund wurde für jeden der Angeklagten einzeln ein Freispruch beantragt.
Der Richter ordnete nach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft eine genauere Prüfung der Akten an, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Somit wurde die Verhandlung um etwa 50 Tage auf den 2. April 2026 vertagt.