Stadtplaner Buğra Gökçe äußert sich zu Immobilienpreisen
Der ehemalige stellvertretende Generalsekretär der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) und Stadtplaner Buğra Gökçe hat sich auf seinem Social-Media-Account zu Immobilienverkäufen und -preisen geäußert.
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Gökçe listete Punkt für Punkt auf, warum die Immobilienpreise nicht sinken.
Der Beitrag von Buğra Gökçe mit dem Titel „Die Immobilienverkäufe gehen zurück, aber die Immobilienpreise sinken nicht.
Warum ist das so?“ lautet wie folgt:
„Die Immobilienverkäufe in der gesamten Türkei sind im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,8 Prozent auf 80.308 gesunken.
Die Immobilienverkäufe an Ausländer gingen im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 50,5 Prozent zurück.
Die hypothekarisch finanzierten Immobilienverkäufe in der Türkei verzeichneten im Januar einen Rückgang von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auch die Verkäufe von Gebrauchtimmobilien fielen im gleichen Zeitraum um 21,6 Prozent.
Obwohl der Immobilienmarkt die schlechtesten Tage seit 30 Monaten erlebt, sinken die Immobilienpreise nicht.
Der jährliche reale Anstieg der Immobilienpreise lag bei 6,5 Prozent. Trotz der hohen Inflation hält der Anstieg an, aber das Tempo des realen Immobilienpreisanstiegs nimmt ab.
Die Baukosten steigen weiter. Der Kostenanstieg spiegelt sich auch im Preisanstieg wider. Wir können sagen, dass die Wohnungsbauproduktion aufgrund des Anstiegs der Baukosten in naher Zukunft zurückgehen wird, was wiederum Druck auf die Immobilienpreise ausüben wird.
Auf der Nachfrageseite gibt es eine Verlangsamung. Unser Volk hat kein Geld. Außer einer Minderheit mit hohem Kapital ist es nicht möglich, eine Immobilie zu kaufen. Heute beträgt die monatliche Rate für einen Immobilienkredit in Höhe von 2,5 Millionen Lira bei den öffentlichen Banken 98.000 Lira. Da die Zahl der Menschen, die eine solche Zahlung leisten können, begrenzt ist, ist die Nachfrage geschrumpft. Trotz der geringen Nachfrage gibt es keine Verbesserung bei den Preisen.
In der kommenden Zeit ist aufgrund des Rückgangs bei den Immobilienverkäufen mit einem Anstieg der Mieten zu rechnen. Da keine Immobilien gekauft werden können, wird die Nachfrage nach Mietwohnungen steigen.
Sollten die gleichen rentenorientierten Politiken fortgesetzt werden, wird die Türkei weiterhin eine tiefe Wohnungs- und Immobilienkrise erleben.
Wir müssen, beginnend in unseren Städten, ein neues Verständnis von Verwaltung etablieren, um die von der politischen Macht geschaffenen Krisen zu überwinden, und unsere Städte schützen.
In Istanbul ‚volle Kraft voraus‘ zu sagen, bedeutet auch, ein neues politisches Klima in der Türkei zu ermöglichen.“