Stiller Protest gegen Gewalt an Frauen
In Düzce hat die Hausfrau Emine Gülçebi Zabunoğlu ihr Gesicht mit einem Make-up geschminkt, das Verletzungen simuliert, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Passanten blieben stehen, um einen zweiten Blick auf sie zu werfen.
İHA
Die in Düzce lebende Hausfrau Emine Gülçebi Zabunoğlu hat anlässlich des Internationalen Frauentags einen stillen Protest in der İstanbul Caddesi und im Millet Bahçesi organisiert.
Zabunoğlu, die ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen wollte, schminkte ihr Gesicht so, dass es wie blaue Flecken und Wunden aussah.
Zabunoğlu, die sich Schilder mit den Aufschriften "Schreie der Stille" und "Nein zu Gewalt an Frauen" um den Hals hängte, wurde von Passanten mit ihren Mobiltelefonen gefilmt.
"DIESEN MORDEN MUSS NUN EIN ENDE GESETZT WERDEN"
Emine Gülçebi Zabunoğlu erklärte, sie sei aktiv geworden, um auf die in letzter Zeit zunehmende Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen: "Frauen verdienen es nicht zu sterben. Die Ermordung von Frauen ist jeden Abend in den Nachrichten zu sehen. Ich ertrage es nicht, dass Kinder weinen, Frauen Gewalt ausgesetzt sind und getötet werden. Keine Mutter verdient es, ermordet zu werden. Ich kann abends wegen der Frauenmorde die Nachrichten nicht mehr schauen. Diesen Morden muss nun ein Ende gesetzt werden", sagte sie.