Strafanzeige der Stadtverwaltung Ankara gegen Melih Gökçek und seine Familie wegen des Vorwurfs einer 'kriminellen Vereinigung'
Die Stadtverwaltung Ankara (ABB) hat bei der Generalstaatsanwaltschaft Ankara Strafanzeige gegen den ehemaligen Bürgermeister Melih Gökçek, seine Familie und Führungskräfte verbundener Institutionen wegen des Vorwurfs der Bildung einer 'kriminellen Vereinigung' erstattet.
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Die Stadtverwaltung Ankara (ABB) hat ein neues juristisches Verfahren gegen den ehemaligen Bürgermeister Melih Gökçek und sein enges Umfeld eingeleitet. In dem Antrag, der am 7. August 2026 vom ABB-Anwalt Nadi Türkaslan bei der Ermittlungsbehörde für organisierte Kriminalität eingereicht wurde, werden gegen den ehemaligen Bürgermeister und die mit ihm verbundenen Personen schwere Vorwürfe erhoben.
VORWÜRFE DER SUBMISSIONSBETRUGES UND EINER "KRIMINELLEN VEREINIGUNG"
Ziel der Strafanzeige sind Melih Gökçek, die Familie Gökçek, Führungskräfte von Beyaz TV in Ankara, Verwalter von Osmanlıspor sowie weitere Personen, denen Submissionsbetrug vorgeworfen wird. In der Eingabe wird behauptet, dass die genannten Personen im Rahmen einer "kriminellen Vereinigung" gehandelt hätten. Es wird erwartet, dass Anwalt Nadi Türkaslan die Details zum Antrag und zum Inhalt der Akte heute um 13.00 Uhr in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellen wird.
VORWÜRFE ÜBER NICHT REGISTRIERTE GELDTRANSFERS INS AUSLAND
Hintergrund des Verfahrens sind Vorwürfe, wonach die Familie Gökçek nicht registrierte Gelder an verschiedene Unternehmen im Ausland transferiert haben soll. In Berichten des Journalisten Murat Ağırel von der Zeitung Cumhuriyet wurde behauptet, die Familie habe Vereinbarungen für ein Gebäude in Düsseldorf und ein Einkaufszentrum in Velbert getroffen. Nachdem diese Vorwürfe öffentlich wurden, leitete die Generalstaatsanwaltschaft Ankara eine Untersuchung ein; Melih Gökçek reagierte auf die Entwicklungen mit den Worten: "Mit Gottes Erlaubnis überlasse ich mich der Gerechtigkeit."