Strafvollzugsreform dem Parlament vorgelegt

Der AKP-Fraktionsvorsitzende Abdullah Güler wird heute um 15.00 Uhr in einer Pressekonferenz im Parlament Erklärungen zum Strafvollzugspaket abgeben. In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass die Große Nationalversammlung der Türkei ihre Arbeit auch am Wochenende fortsetzen wird.

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Der Gesetzesentwurf zur Vollstreckung von Straf- und Sicherheitsmaßnahmen wurde heute um 15.00 Uhr der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegt.

Der AKP-Fraktionsvorsitzende Abdullah Güler äußerte sich im Rahmen einer Pressekonferenz, die er um 15.00 Uhr im Foyer der AKP-Fraktion abhielt, zur Strafvollzugsreform.

Güler erklärte, dass der vorgelegte Entwurf aus insgesamt 30 Artikeln besteht.

Mit der neuen Regelung wird die Zeit, die Verurteilte im Gefängnis verbringen müssen, um von der Bewährungsauflage zu profitieren, auf mindestens ein Zehntel der Strafe festgelegt.

Die wichtigsten Punkte aus Gülers Rede lauten wie folgt:

"Die Planung der Ausschussarbeit wird erfolgen.

Unser Entwurf besteht aus insgesamt 30 Artikeln. Wir führen Änderungen in 9 verschiedenen Gesetzen ein.

Damit Verurteilte von der einjährigen Bewährungsauflage profitieren können, müssen sie ein Zehntel ihrer Strafe in einer Strafvollzugsanstalt verbringen."

WIRD EIN ALLGEMEINES AMNESTIEGESETZ VERABSCHIEDET?

Das im Jahr 2025 auf der türkischen Agenda stehende "10. Justizpaket", auch bekannt als Strafvollzugspaket, zielt darauf ab, umfassende Änderungen im Strafvollzugssystem einzuführen.

Die von der Öffentlichkeit mit Spannung erwarteten Regelungen zu einer allgemeinen oder teilweisen Amnestie sind jedoch nicht in diesem Paket enthalten. Die neue Entwicklung, die in dem Paket hervorsticht, ist die Erwägung, bei Straftaten mit einer Strafandrohung von weniger als zwei Jahren die Anwendung von Untersuchungshaft und Freiheitsstrafen zu ermöglichen.