Streikbeschluss der Bergarbeitergewerkschaft per Erdoğan-Dekret ausgesetzt: Begründung „Nationale Sicherheit"
Der Streikbeschluss der Türkischen Bergarbeitergewerkschaft wurde per Präsidialdekret um 60 Tage ausgesetzt.
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Der Streikbeschluss der Türkischen Bergarbeitergewerkschaft (Türkiye Maden İşçileri Sendikası) wurde per Dekret von Staatspräsident und AKP-Vorsitzendem Recep Tayyip Erdoğan mit der Begründung, er sei „geeignet, die nationale Sicherheit zu gefährden", für 60 Tage ausgesetzt. Der erste Streik hätte am 1. August beginnen sollen.
Das betreffende Präsidialdekret wurde im Amtsblatt (Resmi Gazete) veröffentlicht.
In dem Dekret wurde der Streikbeschluss der Türkischen Bergarbeitergewerkschaft als „geeignet, die nationale Sicherheit zu gefährden" eingestuft. Der Streikbeschluss wurde aus diesem Grund für 60 Tage ausgesetzt.
DER ERSTE STREIK WAR FÜR DEN 1. AUGUST GEPLANT
Bei den Lohnverhandlungen für 600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst hatten sich die Parteien nicht einigen können.
Die Regierung hatte den Arbeitnehmern zuletzt eine Lohnerhöhung von 24 Prozent für das erste Halbjahr dieses Jahres, 11 Prozent für das zweite Halbjahr, 10 Prozent für das erste Halbjahr 2026 und 6 Prozent für das zweite Halbjahr 2026 angeboten.
Dieses Angebot wurde von Türk-İş jedoch abgelehnt und ein Streikbeschluss gefasst. In diesem Rahmen hätte Türk-İş seinen ersten tatsächlichen Streik am Freitag, dem 1. August, in den Boratbetrieben des staatlichen Unternehmens Eti Maden begonnen.