Streikkrise war mit einer Einigung beendet: Stadtverwaltung Izmir entlässt 800 Arbeiter

Nachdem der einwöchige Streik in Izmir mit einer Einigung beigelegt wurde, entlässt die Stadtverwaltung Izmir nun insgesamt 800 Arbeiter, die in drei verschiedenen städtischen Unternehmen beschäftigt sind.

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Nach dem Ende des Streiks in Izmir in den vergangenen Wochen und den anhaltenden Diskussionen über den zwischen den Parteien unterzeichneten Tarifvertrag gibt es eine neue Entwicklung vonseiten der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung Izmir bereitet sich darauf vor, rund 800 Mitarbeiter zu entlassen.

DER ENTLASSUNGSPROZESS HAT OFFIZIELL BEGONNEN

Die von der CHP geführte Stadtverwaltung Izmir hat in einem Schreiben an die Zentrale der Gewerkschaft der Arbeiter in türkischen Gemeinden und allgemeinen Diensten (Belediye-İş) offiziell den Beginn des Massenentlassungsverfahrens für 800 Arbeiter bekannt gegeben, die in den städtischen Unternehmen İZDOĞA, İZULAŞ und İZBETON beschäftigt sind.

In diesem Prozess, der zwischen dem 10. Juni und dem 4. Juli durchgeführt wird, wurden auch die Kriterien für die Auswahl der zu entlassenden Personen festgelegt. Laut Quellen aus der Stadtverwaltung wird sich dieser Prozess auf Personen beschränken, die freiwillig ausscheiden möchten, die den Rentenanspruch bereits erworben haben, die trotz beendeter Aufgaben die ihnen angebotenen neuen Stellen nicht akzeptieren, sowie auf Personal, das nach Dienstalter bestimmt wird.

TUGAY HATTE GESAGT: "ICH WERDE VERSUCHEN, DIE PERSONALZAHL ZU REDUZIEREN"

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Izmir, Cemil Tugay, hatte bereits am 7. Mai in einer Erklärung deutlich gemacht, dass die Personalstruktur verkleinert werden soll. Tugay hatte mit den Worten "Ich werde im Laufe der Zeit versuchen, die Personalzahl nicht zu erhöhen, sondern zu reduzieren" bereits Signale für einen solchen Schritt gegeben.

Diskussion begann direkt nach Ende des Streiks

Etwa 23.000 Arbeiter, die bei den städtischen Unternehmen İZELMAN, İZENERJİ und Egeşehir A.Ş. beschäftigt sind, hatten unter der Führung der DİSK-nahen Gewerkschaft Genel-İş am 29. Mai zum Streik aufgerufen. Während des siebentägigen Streiks kam es in Izmir zu erheblichen Störungen bei grundlegenden Dienstleistungen wie Müllabfuhr, Transport sowie in Parks und Gärten. Die Parteien einigten sich am 4. Juni und beendeten den Streik.

Was steht im Tarifvertrag?

Mit der getroffenen Vereinbarung wurde für die İZENERJİ-Mitarbeiter für den ersten Sechsmonatszeitraum eine Lohnerhöhung von 30 Prozent beschlossen. Demnach wurden die Tagessätze wie folgt festgelegt: 1.468 TL in Gruppe A, 1.516 TL in Gruppe B, 1.548 TL in Gruppe C und 1.596 TL in Gruppe D. Zudem wurde mitgeteilt, dass anstelle einer Anwesenheits- und Gesundheitszeugnisprämie monatlich 1.500 TL gezahlt werden. Nach der Inflationsanpassung und einer zusätzlichen Erhöhung von 2 Prozent stiegen die Tagessätze ohne Prämien auf 1.749 TL in Gruppe A, 1.804 TL in Gruppe B, 1.842 TL in Gruppe C und 1.900 TL in Gruppe D. Die monatliche Entsprechung dieser Beträge wurde auf 55.850 TL, 57.950 TL, 59.500 TL bzw. 60.680 TL berechnet.

Bei İZELMAN wurde in ähnlicher Weise eine Erhöhung von 30 Prozent vorgenommen. Im ersten Sechsmonatszeitraum wurden die Tagessätze auf 1.468 TL in der 1. Gruppe, 1.539 TL in der 2. Gruppe, 1.618 TL in der 3. Gruppe und 1.708 TL in der 4. Gruppe festgelegt. Nach der Inflationsanpassung und der zusätzlichen Erhöhung stiegen diese Beträge auf 1.747 TL, 1.831 TL, 1.926 TL bzw. 2.032 TL. Ebenso wurde die Zahlung einer monatlichen Anwesenheits- und Zeugnisprämie in Höhe von 1.500 TL beschlossen.