Achtung, Studierende: Vorsicht vor Betrug bei der Stipendiensuche

Betrüger haben nun Studierende ins Visier genommen. Unter dem Vorwand, Stipendien zu vergeben, locken sie Studierende über SMS und soziale Medien in eine Falle, um Konten auf deren Namen zu eröffnen. Diese Konten werden anschließend für Geldwäsche und illegale Glücksspieltransaktionen missbraucht.

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Bis zum Beginn des neuen akademischen Jahres an den Universitäten sind es nur noch wenige Tage. Während die Studierenden mit den Einschreibungen beschäftigt sind, versuchen sie gleichzeitig, keine Stipendienmöglichkeiten von Stiftungen zu verpassen. Doch Betrüger haben sich nun auch auf die Stipendien gestürzt, die Stiftungen an Studierende vergeben.

Die Betrüger, die unter dem Namen fingierter Stiftungen Stipendien versprechen, eröffnen bei einem elektronischen Zahlungsdienstleister Konten auf den Namen der Studierenden, deren Daten sie zuvor abgegriffen haben. Über diese Konten werden Gelder aus illegalem Glücksspiel transferiert. Laut einem Bericht der Zeitung Sabah fallen einige Studierende auf Stipendienversprechen herein, die sie per SMS oder über soziale Medien erreichen, während andere in die Falle der Betrüger tappen, die durch bezahlte Google-Anzeigen bei Suchanfragen ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen.

Es wurden bereits 8 Internetseiten identifiziert, die die Namen bekannter Stiftungen imitieren.

Diese Internetseiten und die von ihnen imitierten Stiftungsnamen lauten wie folgt:

"Doğa ve Gelecek Vakfı (DOGEV), Yenilik ve Doğa Vakfı (YENVAK), Meltem Vakfı (MELVAK), Gençlik Burs Vakfı (GENÇLİKBURSVAKFI), Sevgiye Gelecek Vakfı (SEVGİYEGELECEK), Yeni Çınar Maddi Destek Vakfı, Yüce Kültür Vakfı, Destek Vakfı Engelsiz Yaşam Eğitim Bursu sowie deren zugehörige Internetseiten."

Es wurde bekannt, dass die Betrüger ihre Opfer dazu bringen, unter Angabe einer eigenen Telefonnummer und E-Mail-Adresse ein Konto bei dem Zahlungsdienstleister Papara zu eröffnen.

Die Betrüger nutzen diese Methode hauptsächlich, um Gelder aus illegalen Glücksspielgeschäften zu waschen. Auch wenn die Betroffenen zunächst keinen finanziellen Schaden zu erleiden scheinen, könnten sie im Rahmen einer polizeilichen Ermittlung wegen Geldwäsche mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn die Konten auf ihren Namen entdeckt werden. Papara arbeitet in diesem Zusammenhang mit den Polizeibehörden zusammen, um bei der Ergreifung der Betrüger zu helfen.

ERST ÜBERWEISEN SIE GELD, DANN FORDERN SIE WELCHES

Studierende, die in die Falle der Betrüger getappt sind, berichten unter der Bedingung der Anonymität von ihren Erfahrungen. Die Studentin Yağmur erzählt: "Unter dem Vorwand einer Stipendienbewerbung haben sie alle meine Daten abgegriffen und ein Papara-Konto eröffnet. Sie versprachen mir eine monatliche finanzielle Unterstützung von 3970 TL. Zuerst überwiesen sie 110 TL auf mein Konto und forderten mich auf, 105 TL zur Verifizierung zurückzuüberweisen. Ich habe das getan, aber als ich später mit meiner Familie darüber sprach, wurde mir klar, dass ich von bösartigen Personen getäuscht wurde."

Aybüke berichtet: "Unter dem Namen 'Doğa ve Gelecek Vakfı' verlangten sie von mir – und da ich bereits ein Papara-Konto hatte, auch von meinem Vater – Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum, die türkische Identitätsnummer (T.C. kimlik no), meine aktive Telefonnummer, IBAN und meinen Studiengang. Außerdem wollten sie, dass ich meine Daten in ein Konto eingebe, das auf ihre eigene Telefonnummer und E-Mail-Adresse registriert war."

Der Student Murat sagt: "Unter dem Vorwand einer Stipendienbewerbung haben sie meine Daten genommen und ein Papara-Konto eröffnet; sie versprachen mir eine finanzielle Unterstützung von 2500 TL. Zuerst überwiesen sie 105 TL auf mein Konto und forderten mich auf, 100 TL zur Verifizierung zurückzuüberweisen. Ich habe das getan, aber durch die Beschwerden, die ich später im Internet fand, wurde mir klar, dass es sich um Betrüger handelt."

VORSICHT, UM NICHT IN DIE FALLE ZU TAPPEN!

Um nicht auf Stipendienbetrug hereinzufallen, sollten Studierende ihre persönlichen Daten niemals auf Webseiten eingeben oder an Personen weitergeben, denen sie nicht vertrauen. Kein seriöser Verein oder keine seriöse Stiftung, die Stipendien vergibt, wird jemals über soziale Medien oder per Telefon nach Passwörtern oder Verifizierungscodes fragen, die auf Ihr Handy geschickt wurden. Diese sollten unter keinen Umständen geteilt werden.

Falls auf Ihren Namen bei einer Bank oder einem elektronischen Zahlungsdienstleister ein Konto eröffnet wurde, sollten Sie sich umgehend mit dem jeweiligen Institut in Verbindung setzen und die Schließung des Kontos verlangen. Zudem ist es ratsam, bei der Cybercrime-Abteilung der Polizei über deren Webseite Anzeige zu erstatten oder sich an die nächstgelegene Staatsanwaltschaft zu wenden.