Studierende protestieren gegen „Talar-Krise“ an der ILEF: Kritik an „Zwangsabzug“

Studierende der Kommunikationsfakultät der Universität Ankara (ILEF) äußern ihren Unmut über die Gebührenpolitik der Fakultätsleitung für Talare und Absolventenhüte vor der Abschlussfeier am 1. Juli. Die Studierenden argumentieren, dass diese Praxis den Grundsatz der Chancengleichheit innerhalb der Universität untergrabe.

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„Zwangsabzug“ sorgt für Empörung

Die Fakultätsleitung verlangt von den Studierenden 1500 TL für die Bereitstellung von Talar und Absolventenhut. 

Der Punkt, der für Kritik sorgt, ist jedoch, dass den Studierenden selbst bei einer unbeschädigten Rückgabe der Kleidung nicht der volle Betrag erstattet wird. Die Einbehaltung von 750 TL der gezahlten 1500 TL bedeutet, dass die Studierenden in jedem Fall mit einer obligatorischen finanziellen Belastung von 750 TL konfrontiert sind.

„Widerspricht der Fairness“

Unter Verweis auf die Praktiken an anderen Fakultäten der Universität Ankara unterstreichen die ILEF-Studierenden in ihrer vorbereiteten Einspruchsschrift die Ungerechtigkeit. 

Die Studierenden erklären, dass an vielen Fakultäten die Ausgabe von Talar und Hut entweder kostenlos gegen Vorlage des Studierendenausweises erfolge oder die geleistete Kaution bei der Rückgabe vollständig und ohne Abzüge erstattet werde. Sie betonen, dass das an der ILEF angewandte System nicht mit den Grundsätzen der „Fairness“ vereinbar sei.

In der Petition heißt es: „Für uns Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen und ihr Studium bereits unter erheblicher wirtschaftlicher Belastung zu beenden versuchen, stellt dieser Abzug eine ungerechte finanzielle Bürde dar.“

Unterschriftenaktion gestartet

Die Studierenden sehen das Problem nicht nur auf die diesjährigen Absolventen begrenzt, sondern sind der Ansicht, dass diese Praxis auch für nachfolgende Jahrgänge eine dauerhafte Benachteiligung darstellen wird. Zusammen mit der offiziellen Einspruchsschrift, die der Fakultätsdekanat vorgelegt werden soll, wurde eine Unterschriftenaktion gestartet.

In der Petition, die zusammen mit der Liste der Unterzeichner beim Dekanat eingereicht wurde, wird die vollständige Rückerstattung der 1500 TL oder die Option einer kautionsfreien Bereitstellung gefordert. 

„Sie sollen die Talar-Gebühren mit dem Geld verrechnen, das sie sich in die Taschen gesteckt haben“

Den vorliegenden Informationen zufolge wird zwar angegeben, dass nach langwierigen Bemühungen der Studierenden ein Teil des Erstattungsbetrags durch Sponsoring gedeckt werden soll, doch die Tatsache, dass die Hochschulleitung bisher keine weiteren Schritte unternommen hat, stößt auf Kritik.

In einer Erklärung zum Thema, die unter der Überschrift „Sie sollen die Talar-Gebühren mit dem Geld verrechnen, das sie sich in die Taschen gesteckt haben“ veröffentlicht wurde, äußerte sich die Plattform „Ankara Üniversitesi’nin Sesi“ wie folgt: „Diejenigen, die die Universität Ankara wie das Anwesen ihres Vaters verwalten, sollten aufhören, die Studierenden der Universität unseres Landes, die die höchsten Zuwendungen erhält, bei jeder Gelegenheit als Kunden zu betrachten.“

Bericht: Cenk BAŞBOĞAOĞLU