Suizidversuch auf der Autobahn TEM
Die 19-jährige Zelal A., die sich von einer Überführung auf die Autobahn TEM im Bereich Sarıyer Seyrantepe stürzte und auf einem Sprungpolster landete, gab in ihrer Aussage an, dass ihre Familie sie zum Suizid gedrängt habe und sie von ihren Brüdern sexuell missbraucht worden sei.
İHA
Bei dem Vorfall, der sich am 25. September 2023 auf der Autobahn TEM im Bereich Sarıyer Seyrantepe ereignete, hatte die 19-jährige Zelal A. einen Suizidversuch von einer Überführung aus unternommen. Nach einer Meldung trafen Polizeieinheiten am Einsatzort ein, sperrten die Nebenstraße der Autobahn für den Verkehr und die Feuerwehr baute ein Sprungpolster auf. Im Rahmen der etwa einstündigen Bemühungen ließ sich Zelal nicht überzeugen und stürzte sich in die Tiefe.
Zelal landete auf dem Sprungpolster, wurde leicht verletzt gerettet und mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht.
VON DER FAMILIE ZUM SUIZID GEZWUNGEN, WEIL SIE SEXUELL MISSBRAUCHT WURDE
Die Aussagen von Zelal A., die nach Abschluss ihrer Behandlung zur Polizeidienststelle gebracht wurde, enthüllten die Tragödie hinter dem Suizidversuch. Zelal gab in ihrer Aussage an, dass sie von ihrer Familie dazu gedrängt wurde, „sich das Leben zu nehmen“, da sie im Jahr 2021 von ihren Brüdern sexuell missbraucht worden sei. Es wurde bekannt, dass Zelal, die über 6 polizeiliche Einträge verfügt, in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses vorstellig wurde, ihr Medikamente verschrieben wurden und eine stationäre Aufnahme empfohlen wurde, sie das Krankenhaus jedoch ohne dessen Wissen verließ.
DREI SUIZIDVERSUCHE
Bei der Überprüfung der allgemeinen Personendaten (GBT) von Zelal A. wurde festgestellt, dass sie in den Jahren 2021 und 2022 Aussagen wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs gemacht hatte und bereits dreimal versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Zudem wurde bekannt, dass sie im Juni letzten Jahres bei der Polizei Anzeige erstattet hatte, mit der Behauptung, von ihrer Familie festgehalten worden zu sein. Nach ihrem letzten Suizidversuch wurde Zelal A. polizeilich vernommen und nach den gerichtlichen Verfahren auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.