Sind zuerst Syrer auf das Evakuierungsschiff im Libanon gegangen? Außenministerium nimmt Stellung
Die Behauptung, dass zuerst syrische und libanesische Staatsbürger auf die Schiffe gebracht wurden, die zur Evakuierung türkischer Staatsbürger aus dem Libanon entsandt wurden, sorgte für Aufsehen. Das Außenministerium hat auf diese Vorwürfe reagiert.
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Es wurde gemeldet, dass die amphibischen Schiffe TCG Sancaktar und TCG Bayraktar des Kommandos der Seestreitkräfte zur Evakuierung der im Libanon befindlichen türkischen Staatsbürger in Richtung Mersin ausgelaufen sind.
Die Bewegung der Schiffe wurde zuerst von Außenminister Hakan Fidan über soziale Medien bekannt gegeben. Fidan erklärte: „Auf Anweisung unseres Präsidenten, Herrn Recep Tayyip Erdoğan, haben unsere Schiffe, die unsere Bürger aus dem Libanon sicher evakuieren und humanitäre Hilfe für das brüderliche libanesische Volk leisten, Beirut verlassen und Kurs auf Mersin genommen.“
Cumhurbaşkanımız Sayın @RTErdogan’ın talimatlarıyla, Lübnan’daki vatandaşlarımızı güvenli bir şekilde tahliye eden ve kardeş Lübnan halkına insani yardım götüren gemilerimiz Beyrut’tan ayrılarak Mersin’e doğru yola çıktı.
— Hakan Fidan (@HakanFidan) October 10, 2024
Ülkemiz, İsrail’in bölgede yaydığı savaşın yarattığı…
Jedoch kamen bezüglich des Abfahrtsprozesses der Schiffe einige Behauptungen auf. Den Behauptungen zufolge verließ eines der Schiffe den Hafen und wartete auf Reede, während auf dem anderen die Evakuierungsarbeiten noch andauerten. Das Verteidigungsministerium teilte drei Stunden nach Fidans Erklärung Aufnahmen der Evakuierung und erklärte: „Zwei Schiffe unserer Seestreitkräfte haben den Hafen von Beirut verlassen, um nach Mersin zu kommen. Die Schiffe, die die Evakuierung durchführen, werden von zwei Fregatten und zwei Patrouillenbooten begleitet.“
BEHAUPTUNG VON CHAOS
Von einigen Journalisten aus der Region übermittelte Aufnahmen zeigten das Chaos während des Evakuierungsprozesses. Den Behauptungen zufolge wurden zuerst Personen mit syrischer und libanesischer Staatsangehörigkeit auf die Schiffe gelassen. Dies führte zu Reaktionen der wartenden türkischen Staatsbürger und es kam zu Auseinandersetzungen.
ÜMİT ÖZDAĞ: 'IHR SEID TÜRKENFEINDLICH'
Der Vorsitzende der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, äußerte diese Vorwürfe auf seinem Social-Media-Account und sagte: „Auf die Schiffe, die zur Evakuierung in den Libanon geschickt wurden, wurden zuerst Syrer und Libanesen gelassen. Die Türken haben darauf reagiert. Wenn wir uns gegen diese Schande aussprechen, nennt man uns Rassisten. Ihr seid türkenfeindlich.“
AUSSENMINISTERIUM ANTWORTET AUF DIE VORWÜRFE
Das Außenministerium wies die Vorwürfe zurück und teilte mit, dass insgesamt 966 Personen evakuiert wurden, darunter 878 türkische Staatsbürger und 24 Staatsbürger der TRNZ.
Beamte des Ministeriums erklärten: „Die Behauptung, dass ausländischen Staatsbürgern beim Einsteigen auf die Schiffe Vorrang eingeräumt wurde, entspricht absolut nicht der Wahrheit. Die an Bord genommenen ausländischen Staatsangehörigen wurden als Angehörige eines türkischen Staatsbürgers akzeptiert.“
Quellen aus dem Außenministerium gaben an, dass solche Behauptungen Fremdenfeindlichkeit schüren und die Arbeit des während der Operation eingesetzten Personals erschweren könnten.
Nach Angaben des Ministeriums wurde die Zahl der Personen, die eine Voranmeldung für die Evakuierung eingereicht hatten, mit 2.500 angegeben, wobei bei den Telefonaten mit diesen Personen gemeldet wurde, dass 1.900 Personen zu den Sammelpunkten kommen würden. Es wurde jedoch mitgeteilt, dass etwa 1.000 Personen die Sammelplätze erreichten und einige in letzter Minute von der Evakuierung absahen.