Tanju Özcan mit „Bitte lesen“-Beitrag: „Gestern Nacht gegen 02.00 Uhr wurde ich im Gefängnis wegen Betrugsvorwürfen erneut verhaftet“

Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, gab über seinen Social-Media-Account bekannt, dass er während seiner Inhaftierung mit einem neuen Vorwurf erneut verhaftet wurde, und erläuterte die Hintergründe der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.

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Özcan, der wegen des Vorwurfs des Betrugs über die von ihm geleitete Bolsev-Stiftung inhaftiert wurde, erklärte, dass gegen ihn im Zusammenhang mit derselben Stiftung ein neuer Vorwurf erhoben und erneut ein Haftbefehl erlassen wurde.

Özcan erläuterte den Grund für den zweiten Haftbefehl in einem Social-Media-Beitrag und äußerte seinen Unmut mit folgenden Worten:

„AN DIE ÖFFENTLICHKEIT

Bitte lesen Sie meine Erklärung bis zum Ende, bevor Sie sich ein Urteil über mich bilden!

Gestern Nacht gegen 02.00 Uhr wurde ich im Gefängnis wegen Betrugsvorwürfen erneut verhaftet. Der Grund für die Verhaftung soll sein, dass im Jahr 2025 „Opferspenden“ für die Bolsev-Stiftung gesammelt, aber keine Opfertiere geschlachtet worden seien!!

1- Die Bolsev-Stiftung, deren Vorsitzender ich bin und die für wohltätige Zwecke (Stipendien für Studenten, Bereitstellung von Rollstühlen für Menschen mit Behinderungen, Bau von Altersheimen usw.) gegründet wurde, hat definitiv keine Kampagne für „Opferspenden“ durchgeführt. Die Stadtverwaltung von Bolu hat mit Genehmigung des Gouverneursamtes von Bolu eine Kampagne für Opferspenden durchgeführt! Die Stadtverwaltung von Bolu hat mit den im Rahmen der Kampagne gesammelten Spenden Opfertiere geschlachtet und das Fleisch für die Zubereitung von Mahlzeiten in der Suppenküche eingelagert!

2- Während des Opferfestes 2025 wurde bei einigen Spenden an die Stiftung zusätzlich der Begriff „Opfer“ vermerkt, was wahrscheinlich mit der Stadtverwaltung verwechselt wurde. Spenden, die in diesem Zeitraum mit oder ohne den Vermerk „Opfer“ an die Stiftung geleistet wurden, wurden auf einem separaten Konto gesammelt und bis zur Prüfung durch die Generaldirektion für Stiftungen gesperrt. Entgegen den Behauptungen in den regierungsnahen Medien wurde kein einziger Cent dieses Geldes angerührt und von diesem Geld wurde niemandem geholfen. (Die Stiftungsunterlagen liegen der Staatsanwaltschaft vor)

3- In der von der Staatsanwaltschaft geführten Untersuchung beläuft sich der strittige Spendenbetrag auf etwa 800 Tausend TL. Insgesamt 35 Personen haben diese Spende getätigt. In den aufgenommenen Aussagen hat niemand angegeben, getäuscht worden zu sein oder durch Betrug zu dieser Spende bewegt worden zu sein; niemand hat erklärt, einen Schaden erlitten zu haben oder Anzeige erstatten zu wollen.“