Tatverdächtiger nach Angriff auf Rathaus in Salihli inhaftiert

Im Landkreis Salihli in der Provinz Manisa wurde eine Person festgenommen und inhaftiert, nachdem sie Sicherheitspersonal der Stadtverwaltung sowie ein Straßen-Tier vor dem Gebäude angegriffen hatte. Die Stadtverwaltung kündigte an, den Vorfall genau zu verfolgen.

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Der Angriff vor dem Rathaus im Landkreis Salihli in der Provinz Manisa hat im Bezirk für großes Aufsehen gesorgt. Bei dem Vorfall, der sich gestern am Vormittag ereignete, wurden das Sicherheitshäuschen der Stadtverwaltung, das dort tätige Personal sowie ein vor dem Gebäude befindliches Straßen-Tier zur Zielscheibe. Der an dem Angriff beteiligte Täter wurde nach dem Eingreifen der Sicherheitskräfte und der Polizei gefasst; eine Untersuchung zu dem Vorfall wurde eingeleitet.

In einer nach dem Vorfall von der Stadtverwaltung veröffentlichten Erklärung hieß es: "Gestern am Vormittag kam es zu einem inakzeptablen Angriff auf das Sicherheitshäuschen unserer Stadtverwaltung, den Bereich, in dem sich unser Personal aufhält, sowie auf ein Tier, das vor dem Eingang stand. Der Angreifer wurde durch das Eingreifen unserer Sicherheitskräfte und der Polizei außer Gefecht gesetzt, und ein gerichtliches Verfahren wurde eingeleitet. Als Stadtverwaltung stehen wir an der Seite unseres Sicherheitspersonals, unserer Kollegen und des verletzten Tieres. Die notwendigen tierärztlichen Untersuchungen, Protokolle und rechtlichen Schritte werden derzeit durchgeführt. Dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Beamten handelt, ist zudem bedenklich. Aus diesem Grund werden wir auch die notwendigen Schritte einleiten, um bei den zuständigen Institutionen ein Disziplinarverfahren zu erwirken.

Wir erklären ohne Provokationen und ohne eine bestimmte Überzeugung, Identität oder politische Ansicht ins Visier zu nehmen: Angriffe auf öffentliche Einrichtungen können nicht durch politische Symbole, Hassrede oder Gewalt legitimiert werden. Wir sehen heute einmal mehr, wie die seit langem gegen die Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), die CHP-geführten Kommunen und die CHP-nahen Bürger gerichtete ungerechte, zielgerichtete und ausgrenzende Sprache eine gefährliche Polarisierung in der Gesellschaft erzeugt. Die Mentalität, die öffentliche Dienste erbringende Kommunen und die dort arbeitenden Beschäftigten zu Feinden erklärt, schafft leider ein Klima, das Wut, Aggression und Provokation in Teilen der Gesellschaft schürt. Daher betrachten wir diesen Angriff nicht nur als einen Einzelfall. Wir sind der Überzeugung, dass der Vorfall mit seinem Vorlauf, seinem Hintergrund, dem Ziel des Angreifers und – falls vorhanden – den Elementen, die ihn geleitet, angestiftet oder ermutigt haben, in allen Aspekten untersucht werden muss. Was unser Land braucht, ist nicht Wut, sondern Vernunft; nicht Polarisierung, sondern der Wille zum Zusammenleben. Als Stadtverwaltung Salihli werden wir weiterhin den Frieden unserer Bevölkerung, die Sicherheit unseres Personals und das Lebensrecht aller Lebewesen schützen. Wir werden diesen Angriff sowohl rechtlich als auch administrativ bis zum Ende verfolgen."

Nach dem Vorfall wurde bekannt, dass der festgenommene Angreifer als Geistlicher in einer Moschee tätig ist. Der Verdächtige, bei dem festgestellt wurde, dass er während des Angriffs verschiedene Handzeichen machte, wurde nach seiner polizeilichen Vernehmung dem Gericht überstellt. Dass der vom Gericht inhaftierte und in ein Gefängnis überführte Verdächtige ein Beamter ist, hat auch die administrative Dimension des Vorfalls in den Fokus gerückt.

Die Behörden gaben bekannt, dass die tierärztliche und gerichtliche Aufarbeitung für das verletzte Sicherheitspersonal sowie das Tier andauert. Die Stadtverwaltung Salihli bekräftigte, dass der Angriff aus allen Blickwinkeln untersucht und die rechtlichen Prozesse entschlossen fortgeführt werden.