TDK-Abstimmung beendet! Das Wort des Jahres 2024 steht fest
Bei der in Zusammenarbeit zwischen der Türkischen Sprachgesellschaft (TDK) und der Universität Ankara durchgeführten Abstimmung zum „Wort des Jahres 2024“ wurde der Begriff „kalabalık yalnızlık“ (überfüllte Einsamkeit) auf den ersten Platz gewählt. Dieser Begriff, der eine wichtige soziologische und psychologische Bedeutung hat, unterstreicht die Auswirkungen der digitalen Welt und der sozialen Medien.
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Laut der Erklärung der TDK wurden 7 Wörter und Begriffe, die von einem aus Experten bestehenden Bewertungsgremium in Zusammenarbeit mit der TDK und dem Forschungs- und Anwendungszentrum für Kommunikation der Universität Ankara (İLAUM) festgelegt wurden, auf der Website der Türkischen Sprachgesellschaft zur öffentlichen Abstimmung gestellt.
Die zur Wahl stehenden Begriffe wurden als „kalabalık yalnızlık“ (überfüllte Einsamkeit), „merhamet“ (Barmherzigkeit), „yabancılaşma“ (Entfremdung), „algoritma“ (Algorithmus), „yozlaşma“ (Degeneration), „yapay zeka“ (künstliche Intelligenz) und „dijital yorgunluk“ (digitale Müdigkeit) festgelegt.
Es wurde bekannt gegeben, dass bei der öffentlichen Abstimmung, an der etwa 1 Million Menschen teilnahmen, der Begriff „kalabalık yalnızlık“ zum „Wort und Begriff des Jahres 2024“ gewählt wurde.
WARUM WURDE 'KALABALIK YALNIZLIK' GEWÄHLT?
Das Bewertungsgremium äußerte sich zu dem Begriff „kalabalık yalnızlık“ wie folgt: „Im Jahr 2024 ist ein Anstieg der Studien zu beobachten, die zeigen, dass sich Menschen inmitten von Menschenmengen einsam fühlen. 'Einsamkeit', das Einzigartigkeit ausdrückt, und 'Menge', das Vielheit ausdrückt – Begriffe, die wie Gegensätze erscheinen – können gleichzeitig existieren. Dieser Zustand, der aus soziologischen, psychologischen und kommunikativen Gründen erklärt werden kann, zeigt sich im täglichen Leben der Individuen und in der Art der Beziehungen, die sie aufbauen.“
In der Erklärung, in der darauf hingewiesen wurde, dass Studien zeigen, dass Menschen sich mit der zunehmenden Nutzung sozialer Medien und digitaler Technologien einsamer fühlen, wurde Folgendes festgehalten:
„Obwohl die Bedeutung von Follower- und Like-Zahlen im Umfeld sozialer Medien zunimmt und eine vermeintlich 'überfüllte' Umgebung geschaffen wird, führt dies zu einem Ergebnis, das das Gefühl der Einsamkeit verstärkt, auch wenn es als Lösung dafür wahrgenommen wird. Das Angebot flüchtiger Beziehungen durch die digitale Welt vertieft das Gefühl der Einsamkeit. Andererseits fühlen sich Individuen, die aufgrund des zunehmenden Lebenstempos und der wachsenden menschlichen Mobilität Schwierigkeiten haben, soziale Bindungen aufrechtzuerhalten, inmitten von Menschenmengen einsam. Dass eine hohe Anzahl von Menschen in der Umgebung eines Individuums vorhanden ist, bedeutet nicht, dass es sich nicht einsam fühlt. Das Vorhandensein von Familienmitgliedern im selben Haus verhindert nicht, dass man sich am selben Esstisch einsam fühlt.“