Eilmeldung: Entscheidung von TELE1-Führungskräften und Moderatoren
Im Rahmen einer Spionageermittlung wurde ein Zwangsverwalter für TELE1 eingesetzt und ein Haftbefehl gegen Merdan Yanardağ erlassen. Der TELE1-Programmgestalter Musa Özuğurlu gab bekannt, dass die Moderatoren und Führungskräfte beschlossen haben, zurückzutreten.
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Im Rahmen einer Spionageermittlung wurde der Chefredakteur von TELE 1, Merdan Yanardağ, verhaftet. Während sich Yanardağ in Gewahrsam befand, wurde vom TMSF ein Zwangsverwalter für den Sender bestellt. Nach dieser Entwicklung rückten die Zukunft des Senders und das weitere Vorgehen der Mitarbeiter in den Fokus.
„DAS IST NICHT MEHR TELE 1“
Der Journalist Musa Özuğurlu, der die Sendung Sabah Pusulası moderiert, gab gegenüber İrem Karataş von Cumhuriyet TV den Rücktritt bekannt.
Özuğurlu erklärte: „Wir sind ein Sender, der für seine politische Identität bekannt ist. Unsere Priorität ist die Politik. Wenn wir davon ausgehen, dass dies nicht mehr möglich sein wird, dann ist das nicht mehr das TELE 1 von vor zwei Tagen.“
ZWANGSVERWALTER SOLL GESAGT HABEN: „WENN IHR WOLLT, MACHT WEITER“...
Özuğurlu berichtete, dass der Zwangsverwalter ihnen gesagt habe: „Wenn ihr wollt, macht weiter“, und betonte, dass dieses Angebot inakzeptabel sei:
„Aber das hier ist keine Ziegelfabrik. Hier gibt es eine Haltung. Sie erwarten von uns, dass wir Sendungen wie Sprechmaschinen moderieren, ohne eine politische Haltung einzunehmen. So etwas ist unmöglich. Dieses Angebot ist bedeutungslos. Wir haben als Moderatoren und Führungskräfte beschlossen, zurückzutreten.“
„EINSCHALTQUOTEN AUF NULL GESUNKEN“
Özuğurlu wies zudem darauf hin, dass die Einschaltquoten des Senders nach der Entscheidung zur Zwangsverwaltung auf null gesunken seien.
WAS WAR PASSIERT?
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul leitete wegen des Vorwurfs der „politischen Spionage“ Ermittlungen gegen den inhaftierten Oberbürgermeister von Istanbul und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu, dessen Wahlkampfleiter Necati Özkan sowie den TELE 1-Chefredakteur Merdan Yanardağ ein.
Nach der Festnahme von Yanardağ im Zuge der Ermittlungen wurde ein Zwangsverwalter für den Sender bestellt. İmamoğlu, Özkan und Yanardağ sagten vor der Staatsanwaltschaft aus und wiesen die Vorwürfe zurück. Dennoch wurden alle drei vom zuständigen Gericht inhaftiert und in ein Gefängnis überstellt.