Terim und Ateş fehlen in der Anklageschrift! 'Bosse und Imperatoren werden nicht wie Sterbliche fair behandelt'

Im Fußball-„Fonds“-Skandal, angeführt von Bankmanagerin Seçil Erzan, fällt auf, dass der ehemalige Galatasaray-Trainer Fatih Terim und der Denizbank-Generaldirektor Hakan Ateş nicht in der Anklageschrift auftauchen. Karar-Kolumnist Yıldıray Oğur kommentierte: „Die Staatsanwaltschaft hat es geschafft, die Anklageschrift zu verfassen, ohne diese beiden Namen anzurühren.“

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In der Anklageschrift, die im Rahmen der Ermittlungen zum Fußball-Fondsbetrug erstellt wurde, fällt das Fehlen von Fatih Terim und dem Denizbank-Generaldirektor Hakan Ateş auf.

Karar-Kolumnist Yıldıray Oğur schrieb in seinem heutigen Artikel: „In jeder Zeile der Vorwürfe tauchen Fatih Terim und Hakan Ateş auf, doch die Staatsanwaltschaft hat es geschafft, die Anklageschrift zu verfassen, ohne diese beiden Namen anzurühren.“

Oğur wies in dem entsprechenden Abschnitt seines Artikels darauf hin, dass zwei der Angeklagten Denizbank-Manager seien und drei der Kläger die Tochter, der Schwiegersohn sowie der Neffe von Fatih Terim seien, und erklärte weiter:

„NICHT EINMAL IHRE AUSSAGEN LIEGEN VOR“

„Wer ist also trotz all dieser Umstände nicht in diesem Fall vertreten? Fatih Terim und die Denizbank. Die beiden Namen, mit denen Menschen betrogen wurden – Fatih Terim und Denizbank-Generaldirektor Hakan Ateş – kommen an keiner Stelle dieses Verfahrens vor.

Sie befinden sich weder unter den sechs Angeklagten, zu denen neben der Bankmanagerin Seçil Erzan und ihrer stellvertretenden Filialleiterin auch vier Personen gehören, die nichts mit der Bank zu tun haben, noch unter den 16 Klägern. Noch interessanter ist, dass ihre Aussagen nicht einmal in der Anklageschrift zu dem Betrug enthalten sind, der unter Verwendung ihrer Namen begangen wurde.“

„SIE WERDEN NICHT WIE STERBLICHE FAIR BEHANDELT...“

Oğur merkte an, dass Fatih Terim und Denizbank-Generaldirektor Hakan Ateş in jeder Zeile der Anklageschrift vorkämen: „Die Fußballer haben wie abgesprochen erklärt, dass sie nicht wegen Fatih Terim, sondern aufgrund des Namens von Hakan Ateş in den Fonds investiert hätten. Sie haben also versucht, Fatih Terim aus den Ermittlungen herauszuhalten. In Berichten, die auf Hakan Ateş zurückzuführen sind, zeigen die Finger hingegen auf Fatih Terim.

Doch die Staatsanwaltschaft hat es geschafft, eine Anklageschrift zu verfassen, ohne Fatih Terim und Hakan Ateş anzurühren. Die BDDK hat mit ihrer Entscheidung die Denizbank aus diesem Sumpf gezogen und gerettet. Schließlich ist der eine ein langjähriger Boss und der andere ein langjähriger Imperator. Bosse und Imperatoren werden nicht wie Sterbliche fair behandelt“, so Oğur.