Todesursache von Ece Gürel steht fest
Die Ermittlungen zum Tod von Ece Gürel, die tagelang im Belgrader Wald in Istanbul als vermisst gemeldet und kurz vor dem Erfrieren aufgefunden worden war, sind abgeschlossen. Die Untersuchungen ergaben, dass Gürel infolge von gesundheitlichen Komplikationen durch Unterkühlung verstarb.
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Die 36-jährige Landschaftsarchitektin Ece Gürel war am 2. März 2025 bei einem Ausflug im Belgrader Wald verschollen und nach viertägigen Such- und Rettungsmaßnahmen in kritischem Zustand aufgefunden worden. Trotz aller medizinischen Bemühungen konnte die junge Frau im Krankenhaus nicht gerettet werden.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen und nach einer umfassenden Auswertung der Untersuchungen sowie der gerichtsmedizinischen Berichte mitgeteilt, dass keine Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen. Dem Abschlussbericht zufolge führten die Unterkühlung nach einem langen Aufenthalt in extremer Kälte sowie das dadurch verursachte akute Nierenversagen und ähnliche Komplikationen zum Tod von Ece Gürel. Zudem wurde festgestellt, dass zwar Spuren einiger Wirkstoffe in ihrem Körper nachgewiesen wurden, diese jedoch nicht in tödlicher Konzentration vorlagen und keine medizinischen Befunde auf eine andere Todesursache hindeuteten.
Technische Untersuchungen und Kameraaufzeichnungen bestätigten, dass Gürel den Wald allein betreten hatte und sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine weitere Person bei ihr befand. Dem gerichtsmedizinischen Bericht zufolge wurden in den DNA-Proben der jungen Frau keine Spuren gefunden, die nicht von ihr selbst stammten oder auf eine männliche Person hindeuteten.
EINSTELLUNG DES VERFAHRENS BEI VORWÜRFEN VON MOBBING UND STRAFTATEN
Nach dem Vorfall hatte die Familie von Ece Gürel behauptet, die junge Architektin sei in der Anwaltskanzlei, in der sie arbeitete, Druck und Mobbing ausgesetzt gewesen, und hatte Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Kanzlei erstattet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben jedoch keine konkreten Beweise dafür, dass die beschuldigten Personen Handlungen wie Beleidigung, Bedrohung oder Belästigung gegenüber Gürel begangen hätten. In der Entscheidung wurde betont, dass die vorgebrachten Mobbing-Vorwürfe nicht unter das Strafrecht fielen, sondern im Rahmen des Arbeitsrechts Gegenstand von Schadensersatzforderungen sein könnten, weshalb die Akte geschlossen wurde.
Im Zuge der Ermittlungen wurde bestätigt, dass keine verdächtigen Personen oder Dritte eine Rolle beim Tod von Ece Gürel spielten. Somit wurden in dem tragischen Fall keine Beweise für Fahrlässigkeit oder äußere Einwirkungen aktenkundig.