Tragödie durch Insektizid

In Konya hat ein im Erdgeschoss eines zweistöckigen Lehmhauses versprühtes Insektizid eine Familie im Obergeschoss vergiftet. Während die Bewohner des Erdgeschosses das Mittel zur Insektenbekämpfung ausbrachten und das Haus nach dem Abdichten von Türen und Fenstern verließen, wurden fünf Personen der Familie im Obergeschoss vergiftet; ein 7-jähriges Kind kam dabei ums Leben.

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Der Vorfall ereignete sich in den Abendstunden in einem zweistöckigen Lehmhaus im Stadtviertel Uluırmak im zentralen Bezirk Meram. Nach vorliegenden Informationen hatten die Mieter des Erdgeschosses am vergangenen Montag die Wohnung mit einem Insektizid behandelt, um Insekten zu bekämpfen, und das Haus anschließend verlassen, nachdem sie Fenster und Türen mit Klebeband abgedichtet hatten.

EINLIEFERUNG INS KRANKENHAUS

Nachdem der Geruch des Insektizids in die Wohnung von N.D. im zweiten Stock eingedrungen war, zeigten die Tochter und die Enkelkinder von N.D. Anzeichen einer Vergiftung. Als die Tochter von N.D., A.T. (40), ihre Kinder F.T. (18) und Y.T. (15) sowie ihre Nichten und Neffen S.G.B. (21) und M.B. (17) am heutigen Morgen über Übelkeit klagten, begaben sie sich ins Krankenhaus, während die Großmutter N.D. und der 7-jährige Ahmet Enes Temel zu Hause blieben. Nachdem die Großmutter N.D. nach einiger Zeit bemerkte, dass sich ihr Enkel Ahmet Enes Temel nicht mehr bewegte, verständigte sie die Notrufzentrale 112. Nach einer Erstversorgung durch die an den Einsatzort entsandten Rettungskräfte wurde Ahmet Enes Temel in das Konya Numune Krankenhaus gebracht. Trotz aller Bemühungen der Ärzte konnte das 7-jährige Kind nicht gerettet werden und verstarb.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Tochter von N.D., A.T., und ihre Kinder aufgrund der Semesterferien bei der Großmutter N.D. zu Besuch waren. Nach der Spurensicherung durch die Polizei wurde das Haus im Erdgeschoss durch Angehörige der Mieter gelüftet. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.