Tsunami-Warnung von Celal Şengör

Prof. Dr. Celal Şengör wies bei einer Veranstaltung in Tekirdağ darauf hin, dass ein schweres Erdbeben in der Marmara-Region einen Tsunami auslösen könnte, und betonte, dass man hinsichtlich des erwarteten Istanbul-Erdbebens realistisch bleiben müsse.

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Prof. Dr. Celal Şengör äußerte sich im Rahmen der Konferenz „Das erwartete Istanbul-Erdbeben und seine Auswirkungen auf Marmaraereğlisi“ im Bezirk Marmaraereğlisi in Tekirdağ zu wichtigen Punkten. Şengör erklärte, dass die Marmara-Region ein hohes Erdbebenrisiko aufweise, und wies darauf hin, dass die Nordanatolische Verwerfung von Istanbul bis nach Marmaraereğlisi reiche und deren Aktivität das Erdbebenrisiko in der Region direkt beeinflusse.

Şengör unterstrich, dass man insbesondere im Hinblick auf das Erdbeben in Istanbul realistisch sein müsse. Er erklärte, dass Marmaraereğlisi einer großen Gefahr ausgesetzt sei, und wies darauf hin, dass ein Erdbeben der Stärke 7,6 die Risiken in der Region verschärfen und im Falle eines Erdrutsches einen massiven Tsunami auslösen könne.

HINWEIS AUF TSUNAMI-GEFAHR 

Prof. Dr. Celal Şengör warnte davor, dass ein möglicher Erdrutsch in Marmaraereğlisi einen großen Tsunami verursachen könnte. Forschungen zufolge könnte die Wellenhöhe bei einem größeren Erdrutsch im östlichen Marmarameer bis zu 7 Meter erreichen. In Untersuchungen, die auf Anfrage der türkischen Luftwaffe durchgeführt wurden, wurde für den Bereich nahe der Luftwaffenakademie in Yeşilköy eine Wellenhöhe von bis zu 7 Metern berechnet.

'WIR MÜSSEN REALISTISCH SEIN'

Mit den Worten „Wir müssen realistisch sein“ verdeutlichte Şengör das Ausmaß der Katastrophe. Er sagte: „Ich denke an die Katastrophe, die in Istanbul geschehen wird; sie wird schrecklich sein. Ich bin mir nicht sicher, ob diesbezüglich die notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden“, und forderte die Öffentlichkeit zu einem realistischen Umgang mit der Situation auf. Şengör betonte, dass man sich nicht selbst täuschen dürfe, indem man behaupte, „alles sei in bester Ordnung“, und wies darauf hin, dass für mögliche Katastrophen rechtzeitig Vorsorge getroffen werden müsse.